Was sich bereits mit der Weih­nachts­sin­gle „Joulu­torttu“ ange­deu­tet hatte, ist nun end­lich greif­bar: Eigens ver­fasste Elä­keläi­set–Stü­cke und das in Album­länge! „Hump­pae­lä­mää“ (Humppa Records/​Tug/​Indigo) heißt das gute Stück, des­sen Cover es schon andeu­tet: Die­ser Finnen-​​Vierer macht teuf­lisch schräge Mucke, die sich hören las­sen kann.

„Aber kann denn das Humppa-​​System über­haupt mit eige­nen Stü­cken funk­tio­nie­ren?“, mag da manch einer ent­setzt ent­ge­gen­hal­ten. Vor­bei die schö­nen Rate­run­den, wel­ches Stück denn nun wie­der durch den Humppaa-​​Schredder gejagt wurde. Dazu fin­ni­sche Texte, die süd­lich von Hel­sinki ohne­hin nie­mand ver­ste­hen kann. Da drängt sich doch die Frage auf: Sinn­vol­les Unterfangen?

Und dar­auf kann es nur eine deut­li­che Ant­wort geben: Ja, ja und noch­mals ja! Nach­dem die vier Fin­nen von Elä­keläi­set offen­bar sämt­li­che für coverns­wert befun­dene Lie­der unse­rer Zeit­rech­nung für ihre Zwe­cke adap­tiert haben, ist es nur der ein­zig logi­sche Schritt, dass sie ihre Lieb­lings­num­mern fortan selbst schreiben.

Und die dazu nöti­gen Songwriter-​​Fähigkeiten bewei­sen die Her­ren Varis und Varis, Kin­nunen und Vou­ti­laien höchst ein­drucks­voll mit dem vor­lie­gen­den Album: 14 Humppa-​​Hymnen im mitt­ler­weile zur lie­ben Tra­di­tion gewor­de­nen Eläkeläiset-​​Sound, dies­mal ange­rei­chert mit har­ten Gitar­ren­klän­gen — und die Fan­schar fei­ert die Geburts­stunde des Humppa-​​Rock. Wer weiß, viel­leicht covern Metal­lica künf­tig Elä­keläi­set. Wir war­ten, James.