Angus Young lässt grü­ßen. Jack Is Back und zwar in Schul­bu­ben­uni­form. Schon das Cover des „School Of Rock“-Soundtracks (Atlan­tic Records) lässt so man­ches erhof­fen. Doch wo anfan­gen und wo auf­hö­ren? Nicht erst seit der ame­ri­ka­ni­sche Come­dian im kürz­lich ange­lau­fe­nen Music-​​Movie seine Schütz­linge in Rock­ge­schichte und der hohen Kunst des E-​​Gitarren-​​Spiels unter­weist, dürfte klar sein, dass sich für eine der­ar­tige Com­pi­la­tion wohl so man­cher Mei­len­stein des Gen­res anbie­ten würde. Da stan­den sie nun, die Macher um Regis­seur Rick Lin­kla­ter, und hat­ten die zur Genüge zitierte Qual der Wahl.

Bands wie The Who, Led Zep­pe­lin, The Doors, Cream und die Ramo­nes schei­nen Pflicht und blei­ben auch auf „School Of Rock“ nicht unbe­rück­sich­tigt: „Sub­sti­tude“, „Immi­grant Song“, „Touch Me“, „Suns­hine Of Your Love“ und „My Brain Is Han­ging Ups­ide Down“ sind die für wür­dig befun­de­nen Titel besag­ter Rock-​​Größen. Da hört die Rock ‚n‘ Roll-​​Pracht aber auch schon fast wie­der auf. T-​​Rex oder The Dar­k­ness mögen gerade noch als bes­sere Lücken­fül­ler durch­ge­hen, der Rest ist hin­ge­gen nicht viel mehr als nett anzu­hö­ren­des Bei­werk, reisst aber kei­nes­falls vom Hocker. Neben zwei Tracks der eigens für den Film gecas­te­ten Band No Vacancy darf bei­spiels­weise Fleet­wood Mac-​​Chanteuse Stevie Nicks mit „Edge Of Seven­teen“ als Quo­ten­frau herhalten.

Zwei musi­ka­li­sche Hoch­ge­nüsse gilt es indes noch her­aus­zu­he­ben: Näm­lich die School Of Rock mit ihrem gleich­na­mi­gen Song und der Inter­pre­ta­tion von AC/​DCs „It’s A Long Way To The Top“. Wäh­rend sich mit dem Opener ein melo­di­scher Rock ‚n‘ Roll-​​Ohrwurm prä­sen­tiert, könnte man am Ende der Scheibe fast geneigt sein, Jack Black mit dem legen­dä­ren Bon Scott zu ver­wech­seln. Aber eben nur fast — haf­tet der­ar­ti­gen Ver­glei­chen doch ein fast schon blas­phe­mi­scher Beige­schmack an.

AC/​DC sei dank dürf­ten die „Fab Ele­ven“ — die übri­gens inklu­sive Jack Black auch im wah­ren Leben ihr musi­ka­li­sches Hand­werk beherr­schen — am Ende des Films zei­gen, was sie so drauf haben. Und die Gitarren-​​, Drum– und Soul-​​Soli ste­hen dem Song aus dem Jahre 1976 im Grunde nicht schlecht zu Gesicht. Ein­zig das Doors’sche Keyboard-​​Gedudel will nicht so recht hin­ein­pas­sen. Angus hätte wohl spä­tes­tens an die­ser Stelle mit Grau­sen den Wech­sel­strom abge­stellt. Viel­leicht doch bes­ser so, dass in der School Of Rock Noten statt Zen­su­ren auf dem Lehr­plan stehen.