Trai­nings­an­zug, Schnau­zer, Sil­ber­kett­chen und Woll­mütze respek­tive Base­ball­cap und Hand­tuch, ein Bunny und ein Döner­tier — für des Ober­che­ckers See­len­frie­den braucht’s nicht viel. Außer viel­leicht noch einen Besuch in „Die der dicke Hund-​​Show“. Und Erkan (Erkan Maria Moos­leit­ner) hat es samt Side­kick Ste­fan (Ste­fan Lust) tat­säch­lich in jene Sen­dung geschafft, bei der sich die Kan­di­da­ten von Mode­ra­torfatzke Hardy Flan­ders (Lud­ger Pis­tor) ernied­ri­gen las­sen müs­sen, um am Ende einen Preis abzu­räu­men. Als sie dann die Qual der Wahl zwi­schen 100.000 Euro und dem Über­ra­schungs­preis haben, trifft Ste­fan eine für Erkan unfass­bare Ent­schei­dung: Er schlägt das Geld aus und so fin­det sich unser Duo an Bord eines Luxus­li­ners vol­ler Rent­ner auf dem Polar­meer wieder.

Toten­starre im Unter­leib und nekro­phile Züngel-​​Szenen

Gerade als die bei­den allen Wid­rig­kei­ten zum Trotz Sonne tan­ken, Party machen und Bun­nies abche­cken wol­len, kommt ihnen Gevat­ter Tod krass in quere: Mord an Bord! Denn Ste­fans gro­ßes Idol Hardy Flan­ders hat zum letz­ten Mal Dampf abge­las­sen und sitzt — die Hosen läs­sig um die Fuß­fes­seln lüm­melnd — tot auf dem Lokus. Doch wer war’s?

Ste­fan ver­däch­tigt Erkan, Sicher­heits­chef Haa­kan (Michael Schil­ler) alle beide und auch der eins­tige Gameshow-​​König Alex (Thors­ten Fel­ler) und die geschasste Pro­du­zen­tin Kath­rin Schwartau (Andrea Sawatzki) hät­ten ein Motiv. Doch so sehr sich Erkan und Ste­fan auch mühen, sie wer­den die ver­ma­le­deite Lei­che ein­fach nicht mehr los. Also wird die Not zur Tugend gemacht: Ein Fern­seh­star mit Dau­er­g­rin­sen und Toten­starre im Unter­leib eig­net sich näm­lich vor­züg­lich, um TV-​​geile Bun­nies klar zu machen…

Darth-​​Vader ver­sus Döner­tier — wahn­wit­zig oder genial?

Das ist doch ein dicker Hund! Als ein­zige deut­sche Pro­duk­tion wagen es Erkan und Ste­fan mit ihrem „Traum­schiff“ gegen Geor­ges Lucas „Star Wars“-Flotte anzu­tre­ten. Darth-​​Vader ver­sus Döner­tier — wahn­wit­zig oder genial? Kei­ner traute sich, und schon gar kein Block­bus­ter in Sicht­weite. Diese Tak­tik wird auf­ge­hen. Zumal der Tod so rich­tig krass kommt. Wo sonst ser­viert man selbst nekro­phile Züngel-​​Szenen so unter­halt­sam wie bei Erkan Maria Moos­leit­ners und Ste­fan Lusts drit­tem Kinostreich?

Nach so lan­ger Zeit im Geschäft sche­ren sich Erkan und Ste­fan nicht mehr son­der­lich um Kri­ti­ker; spie­len lie­ber mit dem Karls­ru­her Rap­per Tro­oper da Don und DJ Tomekk samt Cap­tain Sen­si­ble des­sen Hit „Wot (I Say Cap­tain)“ neu ein, ver­sen­ken das gesamte „Traum­schiff“ im ange­rühr­ten Proleten-​​Kakao und bedie­nen sich ebenso fröh­lich wie scham­los an Krimi-​​Klamauk-​​Klassikern wie „Immer Ärger mit Ber­nie“ und „Hasch mich, ich bin der Mör­der“. Ganz gro­ßes — par­don — kras­ses Comedy-​​Kino!