Auf ein Neues! Denn Remakes japa­ni­scher Hor­ror­strei­fen haben Kon­junk­tur. Und sofern die Hollywood-​​Aufgüsse so scho­ckie­rend gelun­gen sind wie etwa jene von „The Ring“ oder „The Grudge“ muss sich der Film auch nicht zwin­gend Kino­wo­che für Kino­wo­che wie­der erfin­den. Nun bekommt also auch der Grusel-​​Streifen „Dark Water — Dunkle Was­ser“ — im Ori­gi­nal vom Herrn des „Rings“, Hideo Nakata — einen neuen, west­li­chen Anstrich.

Dah­lia Wil­liams (Jen­ni­fer Con­nelly) will nach der Tren­nung von ihrem Ehe­mann zusam­men mit der fünf­jäh­ri­gen Toch­ter Ceci­lia (Ariel Gade) ein neues Leben begin­nen. Dabei soll ihr ein neuer Job und eine neue Woh­nung auf Roo­se­velt Island hel­fen, einer klei­nen Insel im East River vor Man­hat­tan. Die Woh­nung im neun­ten Stock ist jedoch nicht nur ziem­lich her­un­ter­ge­kom­men, vor allem der mys­te­riöse pech­schwarze Was­ser­fleck an der Schlaf­zim­mer­de­cke macht Dah­lia zuneh­mend Sorgen.

Grusel-​​Original macht Suspense-​​Thriller Platz

Erst beginnt er sich lang­sam aber sicher zum Rinn­sal aus­zu­wei­ten und dann ver­nimmt sie auch noch selt­same Geräu­sche aus der Woh­nung über ihr — die ganz neben­bei längst knö­chel­tief unter Was­ser steht. Doch weder Mak­ler (John C. Reilly) noch Haus­meis­ter (Pete Post­le­thwaite) kön­nen oder wol­len ihr hel­fen und die bedrü­ckende Aura des Hoch­hau­ses lässt die labile Dah­lia immer tie­fer in eine gefähr­li­che Para­noia abdriften.

Die Gru­sel– und Horror-​​Elemente des Ori­gi­nals aus dem Jahr 2002 wur­den von „Motor­cy­cle Diaries“-Regisseur Wal­ter Sal­les (ka-​​news berich­tete) sub­til zu einem moder­nen Suspense-​​Psycho-​​Thriller ver­fei­nert. Und auch wenn sich spä­tes­tens zum Finale der 105 Minu­ten die Geschmä­cker ob der Auf­lö­sung jener undurch­sich­ti­gen Gescheh­nisse zwi­schen rea­ler Welt und Toten­reich aber­mals schei­den wer­den: Regen­ver­han­gene Bil­der, düs­tere Farb­ge­bung und die ent­spre­chende musi­ka­li­sche Unter­ma­lung trei­ben in der Neu­auf­lage von „Dark Water“ eine trau­ma­ti­sche Atmo­sphäre voran, wel­che dem Zuschauer die Beklem­mung weit höher als nur bis zu den Knö­cheln stei­gen lässt.