Mehr­stim­mi­ger Gesang und druck­volle Strom­gi­tar­ren, denen ein­gän­gige College-​​Punk-​​Riffs ent­lockt wer­den — das ist nichts bahn­bre­chend Neues und doch klin­gen die fünf Müns­te­ra­ner New­co­mer von den Oeigh15Teens auf ihrem kürz­lich erschie­ne­nen Debüt-​​Album „Feels Good To Be Sad“ (S.A.D. Music) erstaun­lich unver­braucht. Und wer auf sei­nem Erst­ling mit alten Szene-​​Größen wie Dog Eat Dog–Front­mann John Con­nor und Dr. Ring-​​Ding auf­zu­war­ten weiß, kann so 08/​15 eigent­lich nicht sein.

Mein­ten denn wohl auch Hen­ning Weh­land und seine H-​​Blockx und ver­pflich­te­ten die Oeight5Teens sicher­lich nicht nur aus rei­nem Lokal­pa­trio­tis­mus als Vor­gruppe für ihre „No Excuses“-Tour. Songs wie „This Sum­mer“, „Make My Day“ oder das durch­aus gelun­gene Dido-​​Cover von „White Flag“ gehen unbe­strit­ten locker-​​flockig ins Ohr. Und ebenso flugs wie­der raus.

Wie die gesamte „Feels Good To Be Sad“-Scheibe sehr authen­tisch nach sau­ber pro­du­zier­tem ame­ri­ka­ni­schen College-​​Punk klingt. Wenn­gleich es nicht viele deut­sche Grup­pen gibt, die das so tadel­los hin­be­kom­men, läuft das Quin­tett doch Gefahr, belie­big und aus­tausch­bar zu sein. Also doch alles nur net­ter 08/​15-​​Punkrock?

Sän­ger Andre Kra­mer indes sieht’s auf Nach­frage gelas­sen: „Uns kön­nen uns noch so viele Kri­ti­ker vor­wer­fen, wir wür­den uns wie Blink 182, die Donots, Sum 41 oder Green Day anhö­ren. Uns ist es total egal, ob es die Leute stört, dass mal wie­der eine Pop-​​Punkband die­ses Genre bedient. Trotz­dem scheint uns auf der Bühne die Sonne aus’m Arsch — und das macht uns unver­kenn­bar.“ Große Namen, große Worte. Zumin­dest die­ses State­ment ist doch schon mal ganz schön Punk­rock. Immerhin.