10. Januar 2006
Verliebt in eine Hexe
Alte Besen kehren nun mal besser! Und wer’s nicht glauben mag, fragt im Filmbiz nach. In Hollywood greift man immer wieder nur zu gerne auf Bewährtes zurück und sei es auch eine TV-Sitcom. Denn niemand kräuselte das Näschen so süß wie Elizabeth Montgomery vor fast 40 Jahren in der berühmten Fernsehserie „Bewitched“. Die nicht minder zauberhafte Leinwandfassung von „Verliebt in eine Hexe“ (Sony Pictures Home Entertainment) ist als „Special Edition“ mit drei Episoden der Originalserie auf DVD erschienen.
Freundlich ausgedrückt hat Jack Wyatt (Will Ferrell) seine besten Tage als Leinwandstar schon lange hinter sich. Ein Comeback muss her! Und zwar in Form eines Remakes der Fernsehserie „Verliebt in eine Hexe“. Fehlt nur noch eine weibliche Partnerin, die ihm in der Rolle der nasekräuselnden Hexe Samantha nicht in die Quere kommt.
Die hinreißende Isabel Bigelow (Nicole Kidman), eine Zufallsbekanntschaft des abgehalfterten Wyatt, scheint wie geschaffen für den Part. Was keiner ahnt: Isabel ist noch aus einem ganz anderen Grund die Idealbesetzung — sie ist nämlich auch im wahren Leben eine Hexe. Und obendrein nicht auf den Kopf gefallen. Wyatt will sich auf ihre Kosten profilieren und mit Magie zahlt sie’s zurück — bis sich eine gegenseitige Befindlichkeit breit macht, die auch ganz ohne Trickserei magisch sein kann: die Liebe.
Herzige Romantikkomödie und freundliche Hommage zugleich ist’s, was Regisseurin Nora Ephron — seit „Schlaflos in Seattle“ erklärte Spezialistin für bewegende Liebesgeschichten — da aus dem Hut gezaubert hat. Eine durch und durch charmante Hexerei, veredelt bis in die Nebenrollen dank Shirley MacLaine und Michael Caine. Alte Besen… Eben drum!
