31. März 2006
Der kleine Eisbär 2 — Die geheimnisvolle Insel
Schön, dass der gute alte klassische Zeichentrickfilm auch im Kinozeitalter der Computeranimationen noch seine bescheidene Co-Existenz fristen darf. Die vom holländischen Zeichner Hans de Beer erdachten Geschichten um den kleinen Eisbären Lars etwa liefern für derartige Projekte auch genügend Stoff. In seinem zweiten Leinwandabenteuer verschlägt es den süßen Gesellen auf „Die geheimnisvolle Insel“ — ab sofort auch als Doppel-DVD zu haben (Warner Home Video).
Eigentlich wollte er nur Pinguin Caruso helfen, der vom bösen Eisbär Kalle verschleppt wurde. Dem war der trällernde Frackträger schon viel zu lange lästig. Doch Lars und Robbe Robby starten eine Rettungsaktion und so landen alle drei unversehens in jenem Zug, der eigentlich mit Caruso gen Süden rattern sollte.
Auf dem weiten Ozean geht das tierische Trio schließlich über Bord und wird an den Strand der Galapagos-Inseln gespült. In diesem tropischen Paradies versuchen alsbald skrupellose Wissenschaftler den gewaltigsten Freund zu fangen, den Lars je hatte: Einen sagenumwobenen Meeresbewohner aus der Urzeit! Und der Bärenbub braucht die Hilfe all seiner alten und neuen Gefährten, um den schändlichen Plan der Menschen zu vereiteln.
Eine über alle Maßen herzige Geschichte, wunderbar untermalt mit der Musik von Hans Zimmer, dazu die gewohnt drolligen Akteure samt prominenter Stimmgeber wie Anke Engelke, Oliver Kalkofe, Atze Schröder, Mirko Nontschew, Dirk Bach, Ingolf Lück oder Bastian Pastewka; und wer’s richtig putzig mag, schaut sich „D’ chli Isbär“ auf Schweizerdeutsch an. Aber ganz gleich wie es am Ende auch klingt — genau so hat bestes Kinderkino auszusehen.
