Schön, dass der gute alte klas­si­sche Zei­chen­trick­film auch im Kino­zeit­al­ter der Com­pu­ter­ani­ma­tio­nen noch seine beschei­dene Co-​​Existenz fris­ten darf. Die vom hol­län­di­schen Zeich­ner Hans de Beer erdach­ten Geschich­ten um den klei­nen Eis­bä­ren Lars etwa lie­fern für der­ar­tige Pro­jekte auch genü­gend Stoff. In sei­nem zwei­ten Lein­wand­aben­teuer ver­schlägt es den süßen Gesel­len auf „Die geheim­nis­volle Insel“ — ab sofort auch als Doppel-​​DVD zu haben (War­ner Home Video).

Eigent­lich wollte er nur Pin­guin Caruso hel­fen, der vom bösen Eis­bär Kalle ver­schleppt wurde. Dem war der träl­lernde Frack­trä­ger schon viel zu lange läs­tig. Doch Lars und Robbe Robby star­ten eine Ret­tungs­ak­tion und so lan­den alle drei unver­se­hens in jenem Zug, der eigent­lich mit Caruso gen Süden rat­tern sollte.

Auf dem wei­ten Ozean geht das tie­ri­sche Trio schließ­lich über Bord und wird an den Strand der Galapagos-​​Inseln gespült. In die­sem tro­pi­schen Para­dies ver­su­chen als­bald skru­pel­lose Wis­sen­schaft­ler den gewal­tigs­ten Freund zu fan­gen, den Lars je hatte: Einen sagen­um­wo­be­nen Mee­res­be­woh­ner aus der Urzeit! Und der Bären­bub braucht die Hilfe all sei­ner alten und neuen Gefähr­ten, um den schänd­li­chen Plan der Men­schen zu vereiteln.

Eine über alle Maßen her­zige Geschichte, wun­der­bar unter­malt mit der Musik von Hans Zim­mer, dazu die gewohnt drol­li­gen Akteure samt pro­mi­nen­ter Stimm­ge­ber wie Anke Engelke, Oli­ver Kalk­ofe, Atze Schrö­der, Mirko Nont­schew, Dirk Bach, Ingolf Lück oder Bas­tian Pas­tewka; und wer’s rich­tig put­zig mag, schaut sich „D‘ chli Isbär“ auf Schwei­zer­deutsch an. Aber ganz gleich wie es am Ende auch klingt — genau so hat bes­tes Kin­der­kino auszusehen.