Da mau­sert sich einer lang­sam, aber ste­tig in die Riege derer, die allein ob ihres Namens schon Lust auf einen Film machen. Chris­tian Ulmen löst sich vom Anhän­sel „Herr Leh­mann“, jener Rolle, die den MTV-​​Moderator bekannt gemacht hat. Der Mann ist zu einem Gesicht des deut­schen Kinos gewor­den. Nicht nur als „Mein neuer Freund“ zeich­net ihn näm­lich das aus, was für einen Schaup­spie­ler per se zum Leis­tungs­pa­ket gehö­ren sollte: (Ver-)Wandlungsfähigkeit.

Dort glückt ihm Proll wie Edel­mann; spielt’s auch mal ganz unschein­bar wie in „Ele­men­tar­teil­chen“ oder der DVD-​​Veröffentlichung „Der Fischer und seine Frau“ (High­light Video). Und doch ber­gen Ulmens Rol­len stets diese ganz spe­zi­elle Komik. So auch beim „Fly­ing Fish Doc­tor“ Otto, spe­zia­li­siert auf den wert­vol­len Koi-​​Karpfen, wel­cher in Folge einem roten Faden gleich durchs Gesche­hen schwimmt.

Auf einer Japan­reise begeg­net er Ida (Alex­an­dra Maria Lara). Schnell ver­guckt sich die Mode­de­si­gne­rin in den Vete­ri­när, hei­ra­tet ihn noch ehe die Sonne im Lande unter­ge­hen kann. Doch wäh­rend Otto genüg­sam mit Kind und Koi, sich und der Welt voll und ganz zufrie­den ist, durch­bricht die kar­rie­re­geile Ida immer wie­der die selbst auf­er­legte Enge, strebt nach Grö­ße­rem und Besserem.

Jaja, „meine Frau, die Ils­e­bill, will nicht so, wie ich wohl will“, fass­ten es einst die Brü­der Grimm in Worte. Fil­me­ma­che­rin Doris Dör­rie, die Grande Dame des deut­schen Bezie­hungs­ki­nos, hat für ihre moderne Mär „Warum Frauen nie genug bekom­men“ zum Unter­ti­tel erko­ren. Das Ori­gi­nal, an wel­ches sie ihre mit­un­ter recht schräge, aber immer keck erzählte Geschichte mit dem wun­der­bar auf­spie­len­den Traum­paar Chris­tian Ulmen und Alex­an­dra Maria Lara ange­lehnt hat, scheint trotz aller Neue­rung noch latent durch; und diese fabel­hafte Ver­men­gung ver­passt selbst den bizarrs­ten Wen­dun­gen noch einen wahr­haft bezau­bern­den Anstrich!