„Ice Ice Baby…“ Nicht zuletzt war auch die Eis­zeit vor allem eines: cool! Rich­tig cool wurde sie aber erst viel, viel spä­ter: im Jahr 2002 durch den Ani­ma­ti­ons­hit „Ice Age“. Bereits seit Wochen haben nun wie­derum diverse Trai­ler die Lacher der Kino­be­su­cher auf ihrer Seite. Ein put­zi­ges Tier­chen, das im wohl­wol­l­ends­ten Falle noch als prä­his­to­ri­sches Eich­hörn­chen durch­ge­hen mag, jagt noch immer ver­zwei­felt sei­ner Nuss hinterher.

Scrat war trotz einer recht über­schau­ba­ren Rolle und ohne einen ein­zi­gen gespro­che­nen Satz der heim­li­che „Ice Age“-Superstar — und ist es mehr denn je: Dies­mal kommt das Urzeit-​​Hörnchen sogar ver­mehrt zum Zuge und dabei gerät der kleine Toll­patsch natür­lich wie­der in die eine oder andere miss­li­che Situa­tion, die dies­mal auch für den Rest nicht ohne Fol­gen bleibt.

Scrat ist näm­lich nicht mehr nur Szenewechsel-​​Slapstickeinlage auf vier Pföt­chen, son­dern als voll­wer­ti­ger Neben­dar­stel­ler in die Story ein­ge­bun­den. Im Mit­tel­punkt ste­hen aber frei­lich nach wie vor Manny das Mam­mut, Faul­tier Sid (wie­der köst­lichst gelis­pelt von Otto Waal­kes) und der Säbel­zahn­ti­ger Diego.

Doch sie blei­ben nicht lange alleine: Ein Sequel ver­langt auch nach neuen Prot­ago­nis­ten. Im ers­ten Teil ver­sucht Manny noch mit dem Ver­lust sei­ner Fami­lie klar­zu­kom­men; jetzt macht er sich Gedan­ken dar­über, ob er jemals selbst die große Liebe fin­den wird, um eine eigene Fami­lie zu grün­den. Aber weit und breit scheint es außer ihm keine Art­ge­nos­sen mehr zu geben — da trifft Manny auf Mam­mut­kuh Ellie.

Doch die bei­den kön­nen sich ganz augen­schein­lich par­tout nicht lei­den. Zu allem Über­druss ist Ellie dank ihrer vor­lau­ten und drauf­gän­ge­ri­schen „Brü­der“ Crash und Eddie auch noch fest davon über­zeugt, ein Opos­sum zu sein; was Man­nys zuneh­mende Sym­pa­thie­be­kun­dun­gen und die damit ein­her­ge­hen­den Annä­he­rungs­ver­su­che nicht eben aus­sichts­rei­cher macht.

Seit Ent­ste­hung des Ori­gi­nals hat sich bei den Blue Sky Stu­dios, die sich auch schon fürs CGI-​​Abenteuer „Robots“ ver­ant­wort­lich zeich­ne­ten, auf dem Gebiet der Ani­ma­tion viel getan. Beson­ders das Dar­stel­len von Fell und Was­ser pro­fi­tiert davon sicht­lich. Gut so, denn das zen­trale Ele­ment rückt in sei­nem neuen Aggre­gat­zu­stand mehr und mehr in den Mittelpunkt.

Unser hel­den­haf­tes Trio genießt zu Anfang noch die große Schmelze, wel­che der Eis­zeit ein trie­fen­des Ende berei­ten wird. Doch schnell müs­sen sie fest­stel­len, dass der Kli­ma­wan­del auch einen gewal­ti­gen Nach­teil hat: Ein immen­ser gefro­re­ner Stau­damm, der Unmen­gen an Was­ser zurück­hält, droht zu bers­ten. Dann kommt „Die Flut“. Und die ist nicht nass und auch nicht tro­cken. Nein: „It’s Cool Man“! Jetzt erst recht.