Folk-Punk Since 1991. Ein Gütesiegel und sechs Namen. Jene von Jochen „Jake“ Kröner (Gesang), Bieber (Bass), David (Geige), Kölsch (Akkordeon), Inst (Gitarre) und Fezzo (Schlagzeug) stehen trotz zwischenzeitlicher Wechsel im Line-Up nach wie vor weit über die Region hinaus als Synonym für diese einst so hippe Musiknische. Und seien sie auch längst Geschichte.

Wem die doppelte Dröhnung in der Unterführung am Ettlinger-Tor-Platz jüngst nicht genug war, der kann sich das Live-Feeling jetzt nach Hause holen: Across The Border bitten zum „Last Dance Around The Fire“ (Twisted Chords). Die Aufnahmen stammen von der Border-Auflösung beim Substage-Doppelschlag im November 2002. Und die lassen jene alte Wehmut der „Best Of“-Abschieds-Platte „Was bleibt“ wieder voll zum Tragen kommen.

Denn die geigenunterstützte Schnittmengenmucke mit ihren gar nicht selten politischen Texten, getragen durch melodiöse Akkordeon-Harmoniebögen und den mehrstimmigen Gesang, hüpft immer noch direkt ins Ohr, findet im Kleinhirn auch nach all den Jahren ihr eingebranntes Textpendant. Die beiden Hymnen „I Can’t Love This Country“ und „Patriotic Pack“ werden jedoch schmerzlich vermisst.

Ansonsten sind neben Coverfassungen von Chumbawambas „The Day The Nazi Died“, Kölschs „New England“ aus der Feder von Billy Bragg und das ebenfalls vom Mann am Akkordeon geschmetterte „The Boxer“ von Simon & Garfunkel aber (fast) alle großen Hits der Bandgeschichte wie etwa „Dance Around The Fire“, „20th July“, „This Guardian Angel“, „Children Of The Valley“, „My Rose“, „Fear Of Freedom“, „Follow Your Girl“ oder „Their Last Crusade“ vertreten. Und die haben – Bootleg hin, Bootleg her – gottlob nur wenig von der alten Faszination verloren. Und falls doch macht’s die herzwärmende Nostalgie allemal wieder wett! Das ist’s, was bleibt.