Er ist so ziem­lich das Ein­zige, was an „Emer­gency Room“ wirk­lich sehens­wert war, hat die Marke „Bat­man“ nahezu im Allein­gang rui­niert und enga­giert sich seit kur­zem ver­stärkt als Nest­be­schmut­zer und Vater­lands­ver­rä­ter. Gut so. George Cloo­ney ist unter die poli­ti­schen Fil­me­ma­cher gegan­gen und klopft auch mit dem kürz­lich auf DVD erschie­ne­nen „Good Night, And Good Luck“ (Kino­welt Home Enter­tain­ment) kräf­tig auf den Bush.

Wid­mete er sich als Pro­du­zent des zwar vie­ler­seits gelob­ten, aber äußerst sper­ri­gen Thril­lers „Syriana“ noch den schmut­zi­gen Intri­gen im Ölge­schäft, so blickt der Regis­seur Cloo­ney nun zurück ins Jahr 1953: Der ein­fluss­rei­che Sena­tor Joseph McCar­thy insze­niert zu jener Zeit eine lan­des­weite Hexen­jagd auf ver­meint­li­che Kom­mu­nis­ten und klagt zig Unschul­dige in Schau­pro­zes­sen an.

Das ver­an­lasst im News­room des Fern­seh­sen­ders CBS Mode­ra­tor Edward R. Mur­row (David Strat­hairn) die Ziga­rette aus dem Mund­win­kel zu neh­men. Kri­tisch erhebt er die Stimme, stets endend mit dem titel­ge­ben­den Satz und bringt damit die Armee, aber auch Wer­be­kun­den und Vor­ge­setzte gegen sich auf. Doch er und seine Mit­strei­ter, Pro­du­zent Fred Fri­endly (Cloo­ney) und Repor­ter Joe Wershba (Robert Dow­ney Jr.), ver­su­chen stand­haft zu bleiben.

Der sechs­fa­che „Oscar“-Nominee zeich­net in zeit­ge­mä­ßem Schwarz­weiß über­deut­li­che Par­al­le­len zwi­schen der Kom­mu­nis­ten­hatz McCar­thys und George W. Bushs Anti-​​Terrorwahn, setzt US-​​Reporterlegende Mur­row ein Denk­mal und erin­nert zugleich an Not­wen­dig­keit wie Ver­sa­gen eines unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­mus. Und der ist die­ser Tage nicht min­der stark gefor­dert als noch vor 50 Jah­ren. Thanks George; Good Luck Mis­ter Pre­si­dent. And Good Night?