22. Februar 2007
D.O.A. — Dead Or Alive
Im Kino ist es der Videospieladaption „DOA“ nun nicht gerade gut gelungen, die Gamer-Gemeinde von der Konsole loszueisen; und das lag ganz sicher nicht am attraktiven Feature „Bouncing Breast“, das bei Zuschaltung die digitalen Oberweiten der Kontrahentinnen in mehr oder minder sanften Auf– und Abbewegungen dem Kampfgeschehen anpasst. Denn derartige Rundungen zu schauen gibt’s in der von Bernd Eichinger produzierten Filmversion allemal.
Die fleischgewordenen „DOA“-Charaktere Tina (Jaime Pressly), Christie (Holly Valance), Kasumi (Devon Aoki) und Helena (Sarah Carter) sind ohne Frage erstklassige Blickfänge. Gemeinsam treten Wrestlerin, Trickdiebin, japanische Prinzessin und Extremsportlerin beim hoch dotierten Martial-Arts-Tunier „Dead Or Alive“ an, um den größten Kämpfer im weiten Inselrund zu küren. Veranstalter Doc Donovan (Eric Roberts) hat indessen noch ganz andere Pläne mit seinen „Best Of The Best“.
Wenn ein erwiesener Experte wie Corey Yuen Regie führt, muss man sich um die Güte der Kampfchoreographien keine Sorgen machen. Ohne einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen reiht er die stimmig in Szene gesetzten Fights aneinander und stopft die zwischendurch zwangsläufig entstehenden Löcher mit etwas, das wohl einer Rahmenhandlung gleichkommen soll.
So bleibt’s bei „I Like The Way You Move“: Volle Konzentration auf Optik, wenn die Kamera über einen Großteil der 89 Minuten mit bestechender Bikini-Ästhetik den spärlich bekleidet agierenden Damen visuell Komplimente macht. Nun ist „Dead Or Alive“ auf DVD (Highlight Video) zu haben — und das wäre doch nicht nur für pubertierende Zocker die Gelegenheit, zur Abwechslung wieder mal mehr mit sich selbst anstatt mit ihrer Konsole zu spielen. Zuhause sieht’s schließlich keiner.
