23. Februar 2007
Oh, wie schön ist Panama
Zuhause ist’s eben doch am schönsten. Wissen wir. Aber von wem doch gleich wieder? Na klar, vom alten Janosch natürlich. Regisseur Martin Otevrel kramt das ungebrochen geliebte Kinderbuch von 1978 aus der verstaubten Speicherkiste und wir erinnern uns: Das domestizierte Raubtier-Duo, der kleine Tiger und der kleine Bär, lebten einst gemütlich und zufrieden in ihrem Häuschen am Fluss, als eines schönen Sommertages eine Holzkiste ans Ufer gespült wird. Außen steht „Panama“ drauf, drinnen riecht sie nach Bananen
Diesen Flecken Erde möchten die beiden Freunde unbedingt zu Gesicht bekommen und so brechen sie also auf; samt Angel, Topf und Tigerente, voller Hoffnung, das Land ihrer Träume zu finden. Dort angekommen erwartet sie neben der ersehnten Staudenfrucht jedoch noch etwas ganz anderes: Erkenntnis.
Als Stimmgeber der beiden tierischen Weltenbummler sind — genau wie es ihrer beider Namen nahe legen — Til Schweiger und Dietmar Bär zu vernehmen, unterstützt von Anke Engelke, Mirco Nontschew und Ralf Schmitz.
Sieht man davon ab, dass Inhalt wie Zeichnungen ein ganz klein wenig von ihrer Strubbeligkeit, von ihren Ecken und Kanten eingebüßt haben, halten sich die Filmemacher im soeben auf DVD (Warner Home Video) erschienen „Oh, wie schön ist Panama“ penibelst an die Vorlage des Kinderbuchautors, konservieren damit den kindgerecht-zeitlosen Charme von Figuren wie Geschichte. So richtig schön ist es dieser Kinotage vielleicht doch nur in den eigenen vier Wänden. Wussten wir’s doch!
