Zuhause ist’s eben doch am schöns­ten. Wis­sen wir. Aber von wem doch gleich wie­der? Na klar, vom alten Janosch natür­lich. Regis­seur Mar­tin Ote­v­rel kramt das unge­bro­chen geliebte Kin­der­buch von 1978 aus der ver­staub­ten Spei­cher­kiste und wir erin­nern uns: Das domes­ti­zierte Raubtier-​​Duo, der kleine Tiger und der kleine Bär, leb­ten einst gemüt­lich und zufrie­den in ihrem Häus­chen am Fluss, als eines schö­nen Som­mer­ta­ges eine Holz­kiste ans Ufer gespült wird. Außen steht „Panama“ drauf, drin­nen riecht sie nach Bananen

Die­sen Fle­cken Erde möch­ten die bei­den Freunde unbe­dingt zu Gesicht bekom­men und so bre­chen sie also auf; samt Angel, Topf und Tiger­ente, vol­ler Hoff­nung, das Land ihrer Träume zu fin­den. Dort ange­kom­men erwar­tet sie neben der ersehn­ten Stau­den­frucht jedoch noch etwas ganz ande­res: Erkenntnis.

Als Stimm­ge­ber der bei­den tie­ri­schen Wel­ten­bumm­ler sind — genau wie es ihrer bei­der Namen nahe legen — Til Schwei­ger und Diet­mar Bär zu ver­neh­men, unter­stützt von Anke Engelke, Mirco Nont­schew und Ralf Schmitz.

Sieht man davon ab, dass Inhalt wie Zeich­nun­gen ein ganz klein wenig von ihrer Strub­be­lig­keit, von ihren Ecken und Kan­ten ein­ge­büßt haben, hal­ten sich die Fil­me­ma­cher im soeben auf DVD (War­ner Home Video) erschie­nen „Oh, wie schön ist Panama“ peni­belst an die Vor­lage des Kin­der­buch­au­tors, kon­ser­vie­ren damit den kindgerecht-​​zeitlosen Charme von Figu­ren wie Geschichte. So rich­tig schön ist es die­ser Kino­tage viel­leicht doch nur in den eige­nen vier Wän­den. Wuss­ten wir’s doch!