Er kennt ihn genau, den Weg nach oben, lehrte dem Kino­pu­bli­kum vor drei Jah­ren das Rocken und star­tete anschlie­ßend auch als Schau­spie­ler so rich­tig durch. Auf reich­lich Theo­rie in der „School Of Rock“ folgt nun die weit­aus beschwer­li­chere Pra­xis: Jack Black und sein Kom­pa­gnon Kyle Gass spie­len sich im Pseudo-​​Biopic über ihre in den Staa­ten längst zum Kult avan­cierte Hobby-​​Band ver­nünf­ti­ger­weise gleich selbst. Ten­acious D — zwei ange­hende „Kings Of Rock“ und ihr „Long Way To The Top“.

Die bei­den Möch­te­gerns JB aka „Jab­les“ (Black) und KG „Kage“ (Gass) haben gerade zusam­men­ge­fun­den, als KGs Eltern ihrem nicht mehr ganz so jun­gen Spröss­ling mit­tei­len, künf­tig keine Unter­stüt­zung mehr zu zah­len. Was tun, wenn die Miete bereits über­fäl­lig, aber weder Kohle noch Erfolg in Sicht sind? Der „Open Mic“-Wettbewerb in ihrer Stamm­kneipe Al’s Bar scheint die Lösung. Doch um zu gewin­nen, müss­ten sie erst mal ein wah­res Mas­ter­piece komponieren.

An die­ser Stelle eilt das Schick­sal zu Hilfe: Jab­les und Kage ent­de­cken, dass alle berühm­ten Rock-​​Musiker auf den Titel­fo­tos ihrer „Rol­ling Stone“-Sammlung eines gemein­sam haben: Ob Angus Young, Pete Town­s­hend oder Eddie van Halen — sie alle spie­len mit dem­sel­ben gift­grü­nen Plek­trum. Und der Gitar­ren­ver­käu­fer des Ver­trau­ens (Ben Stil­ler) bestä­tigt die schick­sal­hafte Ver­bin­dung zwi­schen dem Pick Of Destiny und einem Platz im Rock ‚n‘ Roll-​​History-​​Museum.

Auf dem von kru­dem Humor gespick­ten Weg dort­hin bekommt es das Duo mit eini­gen bekann­ten Gesich­tern zu tun, Cause We Are Happy Family: Dass Foo Figh­ter Dave Grohl nicht nur als Musi­ker teuf­lisch gut sein kann, wis­sen Freunde von The D aus dem Video zur „Stair­way To Heaven“-Huldigung. Des­sen Regis­seur Liam Lynch gibt auch in der Kino­fas­sung den Anwei­ser, sichert sich ein wei­te­res Mal die Dienste Ben Stil­lers, der mit ihm zusam­men im „Tribute“-Clip durchs Bild huscht; und darf das Musical-​​Movie dar­über hin­aus mit Gast­auf­trit­ten von „Holy Diver“ Ron­nie James Dio, Meat Loaf und Tim Rob­bins (in des­sen Thea­ter­en­sem­ble sich Ten­acious D einst ken­nen lern­ten) veredeln.

Hin und wie­der durch­kreuzt sogar ein Stück­chen Authen­ti­zi­tät die abge­drehte Band­ge­schichte zwi­schen Pilz­trip und Belzebub-​​Battle; und sau­ber gezupfte, wie geschrubbte, klasse gesun­gene und über den gesam­ten Film inklu­sive Abspann ver­teilte Ten­acious D-​​Songs machen aus der Sage ums Plek des Schick­sals ein denk­wür­di­ges Leinwand-​​Metal-​​Musical im Gefolge von „This Is Spinal Tap“; deren Geschichte hatte ihren Höhe­punkt bei Kino­start bekannt­lich noch längst nicht erreicht. Lässt hof­fen. So Long: Party On Kyle, Party On Jack! Excellent!