12. März 2007

Open Water 2

Ganz schlicht und doch so wir­kungs­voll kann Thril­ler sein. Wie etwa „Open Water“, der Überraschungs-​​Hit aus dem Jahr 2003. Hans Horns zwei­ter Teil wurde ursprüng­lich als eigen­stän­di­ges Werk unter dem Titel „Adrift“ gedreht, musste sich jedoch den Markt­ge­set­zen beu­gen und fir­miert gezwun­ge­ner­ma­ßen als los­ge­lös­tes Sequel des Kas­sen­schla­gers. Dies­mal fei­ert eine Cli­que von einst ihr Wie­der­se­hen an Bord einer Hochsee-​​Yacht.

Amy (Susan May Pratt), ihr Mann James (Richard Speight), Zach (Niklaus Lange) und Lau­ren (Ali Hil­lis) sind vom ver­meint­lich ver­mö­gen­den Boots­eig­ner Dan (Eric Dane) samt ange­lach­tem Blon­di­nen­witz Michelle (Came­ron Richard­son) zu einem Turn gela­den; trei­ben weit vor der mexi­ka­ni­schen Küste. Die Sonne brennt vom unge­trüb­ten Him­mel, die Drinks krei­sen, das kühle Nass ver­führt zum Schwimmen.

Als alle­samt im Was­ser plan­schen, stel­len die eben noch so Unbe­fan­ge­nen jedoch ent­setzt fest, dass es kei­nen Weg zurück mehr gibt: Man hat ver­ges­sen, die Bade­lei­ter aus­zu­fah­ren. Unfä­hig die zwei Meter hohe Bord­wand zu erklim­men, sehen sechs Todes­kan­di­da­ten einem unge­wis­sen Schick­sal ent­ge­gen. Unter Deck schreit Amys Baby. Und im Was­ser beginnt der Streit.

Der deut­schen Pro­duk­tion gelingt, was schon das Ori­gi­nal so außer­ge­wöhn­lich gemacht hat: Das Kon­zept, Psycho-​​Thriller auf engs­tem Raum als Kam­mer­thea­ter zu insze­nie­ren. „Open Water 2″ (Uni­ver­sum Film Home Enter­tain­ment) ist wie­derum eine andert­halb­stün­dige, in dun­kel­blaue Unend­lich­keit gegos­sene Pho­bie, die auf sub­tilste Weise mit den Urängs­ten der Zuschauer spielt. Was­ser­dicht. Ganz schlicht. Aber doch so ver­dammt wirkungsvoll.