29. März 2007
The Hills Have Eyes 2
Falsch abgebogen. So erging’s vergangenes Jahr auch der Carter-Family, die in den weiten der Wüste New Mexicos nach und nach von einer durch Atomversuche degenerierten Hinterwäldlersippe auseinander genommen wurde. Wes Cravens „Hügel der blutigen Augen“ hatte bereits 1977 für wenig Geld gehörig Terror in den Kinos verbreitet und das sich konsequent über die Grenzen des Genres wie des Zumutbaren hinwegsetzende Remake von Alexandre Aja glänzte darüber hinaus mit dem, was stets das Ansinnen der Horror-Filmemacher im Gefolge George A. Romeros oder eben Wes Cravens gewesen ist: mit ihren Filmen subversiv eine kritische Botschaft zu transportieren.
War es im weniger bekannten zweiten Teil von 1984 noch ein Motorcross-Team soll nun in „The Hills Have Eyes 2″ ein Sergeant (Flex Alexander) und seine handvoll National Guard-Soldaten bei einer Gruppe Atom-Wissenschaftler im selben Ödland technische Ausrüstung abliefern. Als sie das Forschungscamp erreichen, finden sie einen verwaisten Außenposten vor. Doch zwischen den Felsklüften lauern bereits die Mutanten um Muskelberg Hades (Michael Bailey Smith); mit Fokus auf die Damen des Trupps (Daniella Alonso und Jessica Stroup), um das Fortbestehen des Clans zu sichern.
Obwohl auch Regisseur Martin Weisz seine (stark dezimierte) Mutanten-Meute teils übel zur Sache gehen lässt, wie Vorgänger Aja selbst Vergewaltigungsszenen nicht scheut, bleibt des Atomic-Schockers zweiter Teil mangels Konsequenz weit zurück. Wer den Horror hartgesotten mag, riskiert trotzdem einen Blick.
