Falsch abge­bo­gen. So erging’s ver­gan­ge­nes Jahr auch der Carter-​​Family, die in den wei­ten der Wüste New Mexi­cos nach und nach von einer durch Atom­ver­su­che dege­ne­rier­ten Hin­ter­wäld­ler­sippe aus­ein­an­der genom­men wurde. Wes Cra­vens „Hügel der blu­ti­gen Augen“ hatte bereits 1977 für wenig Geld gehö­rig Ter­ror in den Kinos ver­brei­tet und das sich kon­se­quent über die Gren­zen des Gen­res wie des Zumut­ba­ren hin­weg­set­zende Remake von Alex­andre Aja glänzte dar­über hin­aus mit dem, was stets das Ansin­nen der Horror-​​Filmemacher im Gefolge George A. Rome­ros oder eben Wes Cra­vens gewe­sen ist: mit ihren Fil­men sub­ver­siv eine kri­ti­sche Bot­schaft zu transportieren.

War es im weni­ger bekann­ten zwei­ten Teil von 1984 noch ein Motorcross-​​Team soll nun in „The Hills Have Eyes 2″ ein Ser­geant (Flex Alex­an­der) und seine hand­voll Natio­nal Guard-​​Soldaten bei einer Gruppe Atom-​​Wissenschaftler im sel­ben Ödland tech­ni­sche Aus­rüs­tung ablie­fern. Als sie das For­schungs­camp errei­chen, fin­den sie einen ver­wais­ten Außen­pos­ten vor. Doch zwi­schen den Fels­klüf­ten lau­ern bereits die Mutan­ten um Mus­kel­berg Hades (Michael Bai­ley Smith); mit Fokus auf die Damen des Trupps (Dani­ella Alonso und Jes­sica Stroup), um das Fort­be­ste­hen des Clans zu sichern.

Obwohl auch Regis­seur Mar­tin Weisz seine (stark dezi­mierte) Mutanten-​​Meute teils übel zur Sache gehen lässt, wie Vor­gän­ger Aja selbst Ver­ge­wal­ti­gungs­sze­nen nicht scheut, bleibt des Atomic-​​Schockers zwei­ter Teil man­gels Kon­se­quenz weit zurück. Wer den Hor­ror hart­ge­sot­ten mag, ris­kiert trotz­dem einen Blick.