„Der Fluch der Kari­bik“ ist im drit­ten Teil end­gül­tig aus der Frei­beu­t­er­saga gewi­chen; im Titel und über­haupt. Wir lan­den „Am Ende der Welt“, wo Jack Spar­row (Johnny Depp) im Toten­reich vor sich hindöst. Will Tur­ner (Orlando Bloom) und Augen­s­tern Eliza­beth Swann (Keira Knight­ley) machen der­weil gemein­same Sache mit ihrem eins­ti­gen Gegen­spie­ler, dem Geis­ter­ka­pi­tän Bar­bossa (Geoff­rey Rush). Man plant, den eigen­wil­li­gen Spar­row aus der Ver­damm­nis zurück­zu­ho­len, denn Davy Jones (Bill Nighy), der sich nun unter Kon­trolle der Gou­ver­neurs­flotte befin­det, treibt nach wie vor auf den Welt­mee­ren sein Unwe­sen. Eigent­lich alles ganz sim­pel, oder?

Doch Regis­seur Gore Ver­bin­ski und Pro­du­zent Jerry Bruck­hei­mer laden unge­ach­tet aller Kri­tik am viel zu zähen zwei­ten Teil mun­ter wei­ter und über­frach­ten ihr Flagg­schiff. Das Wort „Ver­rä­ter“ ziert so ziem­lich jede vierte Dreh­buch­seite, mit der Folge noto­ri­scher Über­läu­fer und ande­rer unnö­ti­ger Ver­kom­pli­zie­run­gen; der Humor von Johnny Depps wie­der groß­ar­tig geschau­spie­ler­ter Rolle als ver­hin­derte Seeräuber-​​Drag-​​Queen ist nach dem weit­aus weni­ger lau­ni­gen „Fluch der Kari­bik 2 über Bord gegangen.

Das drei­stün­dige Kino­mons­trum zehrt von dem, was bleibt: Stim­mungs­volle Bil­der­wo­gen und sprit­zige Was­ser­schlach­ten, Rol­ling Stone Keith Richards als Cap­tain Teague und der unver­wüst­li­che Ver­dienst, mit der „Pira­tes Of The Caribbean“-Trilogie ein ver­sun­ke­nes Genre geho­ben zu haben.