21. Juni 2007
Shrek der Dritte
Es ist das erfolgsgekrönte Unterfangen der Produktionsfirma Dreamworks dem übermächtigen Disney-Konzern etwas Eigenständiges im Bereich der computeranimierten Trickfilme entgegenzusetzen. Dabei war es gar nicht etwa die überragende Technik, sondern der respektlose Ton, welcher die beiden Abenteuer des grünen Ogers um die Welt gehen ließ.
2001 rettet Shrek (Sascha Hehn) Prinzessin Fiona (Esther Schweins) aus den Fängen des Drachens, drei Jahre später dann der Anstandsbesuch bei den königlichen Schwiegereltern und nun soll der eigenwillige Sumpfbewohner nach dem (äußerst unterhaltsamen) Ableben von Froschkönig Harold Herrscher von Weit Weit Weg werden. Doch der will gar nicht regieren und die einzige Alternative ist des Monarchen Neffe Arthur. Also macht sich Shrek samt Esel (Dennis Schmidt-Foß anstelle des gestorbenen Randolf Kronberg) und Kater (Benno Fürmann) auf die ungewisse Suche, da gesteht ihm Gattin Fiona, dass sich Nachwuchs angemeldet hat.
Kaum gibt Stammregisseur Andrew Adamson die kreative Leitung an Chris Miller ab, machen sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar: Zwar wird die Oger-Optik tatsächlich immer noch besser, noch detaillierter und noch realistischer, während man die Geschichte konsequent weitererzählt. Einzig fehlt dem Dritten der rechte Biss; die Vorgänger protzen deutlich frecher mit ihren berühmten Popreferenzen. Die Revolution frisst ihre Kinder? Irgendwie sind sie wohl doch alle ein bisschen Disney.
