Was einen nach 20 Jah­ren Ehe­le­ben noch am Part­ner reizt? Jedes ein­zelne Wort. Die tem­pe­ra­ment­volle Frau­en­ärz­tin Eli­sa­beth (Helena Berg­ström) und die spröde Poli­tesse Gudrun (Maria Lund­qvist) machen aus dem Kalauer Ernst: Beide haben ihre Män­ner abge­legt und ahnen beim ers­ten Zusam­men­kom­men nicht, dass der derbe aus­ar­tende Knöll­chen­streit den Anfang ihrer unglei­chen Freund­schaft mar­kie­ren wird.

Denn es dau­ert gar nicht lange, bis die bei­den wie­derum aus beruf­li­chen Grün­den auf­ein­an­der­tref­fen; und Gudrun ist nicht nur des­halb ziem­lich unwohl, als sie aus­ge­rech­net in Eli­sa­beths Pra­xis eine gynä­ko­lo­gi­sche Unter­su­chung über sich erge­hen las­sen muss. Der Tor­tour fol­gen jedoch unver­hofft durch­t­anzte Nächte im Club Heart­break Hotel, jede Menge Tequila, viel zu junge Flirt­part­ner, ver­schenkte Vibra­to­ren und zwei ziem­lich irri­tierte Kinder.

Colin Nut­ley insze­nierte mit Bera­tung sei­ner Ange­trau­ten Helena Berg­ström die­sen überdreht-​​beseelten Kino­spaß mit reich­lich Feel-​​Good-​​Charme, Selbst­iro­nie und Poin­ten­reich­tum. Wäh­rend er die zwei Frauen auf dem Weg in die ver­meint­lich bes­sere Lebens­halb­zeit beglei­tet, wür­zen gleich­falls leise Melan­cho­lie und feine Sprit­zer Fri­vo­li­tät einen Schwe­den­hap­pen, der trotz man­cher Län­gen 102 Minu­ten mit sei­ner Lebens­nähe Reiz­punkte setzt.