6. September 2007

Mr. Bean macht Ferien

Er tappste in sei­ner unnach­ahm­lich toll­pat­schi­gen Art nicht nur von Fett­näpf­chen zu Fett­näpf­chen, son­dern vor genau zehn Jah­ren auch vom Fern­seh­bild­schirm auf die Kino­lein­wand: Mr. Bean, die kul­tige Kunst­fi­gur des Rowan Atkin­son. Ganz glück­lich waren die Anhän­ger mit dem „Ulti­ma­ti­ven Kata­stro­phen­film“ aller­dings nicht.

Für seine Ver­hält­nisse viel zu geschwät­zig zeigte sich der eng­li­sche Muse­ums­an­ge­stellte im fer­nen Kali­for­nien. Diese Gefahr ist beim zwei­ten Anlauf gebannt. „Mr. Bean macht Ferien“, jetzt auch auf DVD (Uni­ver­sal Pic­tures) und noch immer an der Côtes d’Azur, wo man schon bald man nur noch spa­nisch versteht.

Auf Los geht’s los. Haupt­preis der Kir­chen­tom­bola: eine Woche Urlaub samt Video-​​Cam. Schon auf dem Weg ins Land von Baguette und Bas­ken­müt­zen löst Bean mit sei­ner neuen Errun­gen­schaft eine Kette unglück­li­cher Ereig­nisse aus. Deren Aus­wir­kun­gen sind selbst auf dem Film­fes­ti­val zu Can­nes noch spür­bar, wo die ein­zel­nen Hand­lungs­stränge nach andert­halb hei­te­ren Stun­den zum Grand Fin zusammenlaufen.

Auf dem Weg dort­hin reicht das bewährte Reper­toire der Slapstick-​​Komödie voll­kom­men aus. Denn in Sachen Amü­se­ment ver­traut man end­lich wie­der auf die wir­kungs­volle Komik des schweig­sa­men Bri­ten, der sich auch ohne Teddy in jeder noch so unbe­deu­ten­den Lebens­lage wie­der ziel­si­cher zum größt­mög­li­chen Dep­pen macht.