11. Oktober 2007
Operation: Kingdom
Ein politischer Kommentar im Mainstreamkinogewand hätte „Operation: Kingdom“ werden können. Rasanz wie Brisanz ist dem Polit-Thriller von Peter Berg dennoch nicht abzusprechen: In einem kulturellen Mienenfeld sollen die FBI-Agenten Ronald Fleury (Jamie Foxx), Sykes (Chris Cooper), Mayes (Jennifer Garner) und Leavitt (Jason Bateman) unter Aufsicht des saudischen Polizeioffiziers (Ashraf Sharoum, der als Ausnahme-Muslim zu den „Guten“ gehören darf) herausfinden, wer hinter dem Bombenanschlag auf eine amerikanische Wohnsiedlung in Riad steckt.
Auch wenn er nur als Produzent fungiert, die visuelle Umsetzung trägt klar erkennbar Michael Manns charakteristische Züge. Und weil der Faktor Action so groß geschrieben wird, bleibt mit Ausnahme der Anfangs– und Schlussszene für eine kritische Auseinandersetzung kaum Raum und die Ereignisse im saudischen Königreich nur ein weiterer Versuch der Filmindustrie, auch das 9/11-Posttrauma mit Einzelkämpfer-Erfolgen zu therapieren.
