Karls­ruhe — Punk und Kalen­der? Einen grö­ße­ren Ana­chro­nis­mus kann’s ja bei­nah nicht geben. 2008 trotz „No Future“? Siff und Sudel auf Hoch­glanz? Mit die­sen Wider­sprü­chen lebt die Pogo-​​Partei (POP), Abspal­tung der mit zen­sier­ter TV-​​Werbung zur Bun­des­tags­wahl 2005 in die gro­ßen Schlag­zei­len gera­te­nen APPD, ohne­hin. Ihr neuer Punk-​​Erotik-​​Kalender dürfte zumin­dest nicht unmit­tel­bar im Vor­wurf ste­hen, „die Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen zu einer eigen­ver­ant­wort­li­chen und gemein­schafts­fä­hi­gen Per­sön­lich­keit schwer zu gefährden“.

Der vom Karls­ru­her Cris Koko­lo­res pro­du­zierte Kalen­der im Din-​​A4-​​Format erfreut näm­lich mit zwölf dezent zur Schau gestell­ten Nacke­deis wahl­wei­sen Geschlechts und dazu noch Monat für Monat den wich­tigs­ten pogo-​​anarchistischen Ter­mi­nen des Jah­res; wie etwa den „Cha­os­ta­gen“, die Geburts– und Todes­da­ten von Joe Strum­mer, Johnny Thun­ders, Sid Vicious oder den Ramo­nes (auch Patti Smith wird ein­mal mehr tot­ge­sagt), Michael Jack­sons Weiß­wer­dung, das letzte Wizo-​​Konzert, das nächste „Force-Attack“-Festival und den „Tag des Bie­res“. Trübe Aus­sich­ten mal ganz in rosarot.

Bestel­lung des Pogo-​​Anarchistischen Kalen­ders „Future 2008? Wir schei­ßen drauf!“ zu 9,90 Euro beim Kom­merz­shop der Pogo-​​Partei, per E-​​Mail unter Angabe der gewünsch­ten Anzahl und Adresse an cris@​rent-​a-​punk.​com oder tele­fo­nisch unter den Ruf­num­mern 0721/​4992679 und 0179/​8826576.