24. Januar 2008
Das Beste kommt zum Schluss
Jack Nicholson und Morgan Freeman Seite an Seite? Nein, das gab’s bis dato tatsächlich noch nicht. Und an den beiden Charakterdarstellern liegt es auch, dass eine arg konventionelle Geschichte doch noch in bester Erinnerung bleibt. Ihre Hauptakteure sind Edward Cole (Nicholson), selbstgefälliger Milliardär, und Automechaniker Carter Chambers (Freeman). Am Scheideweg teilen sich die Ungleichen zufällig das Krankenhauszimmer, freunden sich trotzdem an. Dann das ärztliche Todesurteil.
Beide haben nur noch wenige Monate zu leben — „Kick The Bucket“, wie der Ami sagt. Und die Krebspatienten beschließen, eine Löffelliste anzulegen; ihre restliche Zeit mit Dingen zu verbringen, die echte Kerle getan haben sollten, bevor sie den Löffel abgeben. Diese To-Do-List hakt Regisseur Rob Reiner denn auch ziemlich undramaturgisch wie überraschungsfrei Punkt für Punkt ab, weit entfernt vom Facettenreichtum seiner frühen Erfolge „Harry und Sally“ oder „Stand By Me“.
Amüsant ist das natürlich trotzdem, dafür garantieren die beiden Akteure schon mit minimalem Aufwand. Titelgerecht, weil anrührend und harmonisch, wird’s doch noch, wenn Reiner der Story ordentlich Gefühl und Gemüt beimengt. Ansonsten sei festgehalten: Nicholson mit Freeman — abgehakt.
