28. Februar 2008

8 Blickwinkel

Vie­les im Leben lässt sich so oder so sehen. Mit die­ser Prä­misse ver­spricht der Thril­ler von Pete Tra­vis zu spie­len, in dem der US-​​Präsident (Wil­liam Hurt) wäh­rend eines Anti-​​Terror-​​Gipfels im spa­ni­schen Sala­manca vom Podium geschos­sen wird. Dann geht inmit­ten der sich anschlie­ßen­den Mas­sen­pa­nik eine Bombe hoch und wir wie­der zurück auf Anfang, als die Welt noch heile ist. Jetzt steht ein ande­rer Prot­ago­nist im Blickpunkt.

Mit jedem Mal wer­den wir ein biss­chen schlauer, ler­nen zwei Secret-​​Service-​​Agenten (Den­nis Quaid und Matthew Fox), die im Ü-​​Wagen sit­zende TV-​​Producerin (Sigour­ney Wea­ver), einen das Gesche­hen fil­men­den Tou­ris­ten (Forest Whi­ta­ker) und die Draht­zie­her ken­nen, um in seri­en­er­prob­ter Cliffhanger-​​Manier genau dann aus­zu­stei­gen, wenn es beson­ders span­nend wird.

So puz­zeln wir eine gute Film­hälfte lang rund um die immer sel­ben 15 Minu­ten bis Tra­vis ein­fach lau­fen lässt und das Zusam­men­ge­grollte in einem kon­ven­tio­nel­len Actionge­wit­ter ent­lädt. Aus­ge­rech­net „Lost“-Anfüh­rer Matthew Fox bekommt in sei­ner groß bewor­be­nen „ers­ten Haupt­rolle in einem Kino­film“ kei­nen eige­nen Rück­blick spen­diert und scheint bei J.J. Abrams‘ Mystery-​​Staffeln mit ihren Flash­backs und –for­wards bes­ser auf­ge­ho­ben. Zumin­dest unter die­sem Aspekt.