7. Februar 2008

Saw IV

Lebt denn der alte Sägen-​​John noch? Nö. Der kreb­sige Kra­mer (Tobin Bell) liegt zu Beginn des vier­ten Teils mau­se­tot auf dem Sezier­tisch und nach­dem er in den fol­gen­den Eröff­nungs­mi­nu­ten fein­säu­ber­lich zer­legt wird, ist klar: Hier geht nichts mehr. Doch in sei­nem Magen taucht das nächste Ton­band auf und mit dem Fund der Lei­che von Detec­tive Kerry (Dina Meyer) schlie­ßen die krea­ti­ven Köpfe der Hor­ror­reihe umge­hend zu den Vor­gän­gern auf, bevor der rast­lose Cop-​​Kollege Rigg (Lyriq Bent) in eine von Jigsaws Schnit­zel­jag­den ver­wi­ckelt wird.

Das Able­ben ihrer mar­kan­ten Ikone kom­pen­sie­ren die Macher um Regis­seur Dar­ren Lynn Bous­man geschickt in auf­klä­ren­den Rück­blen­den; die sind aber auch Ursa­che dafür, dass mehr und mehr Per­so­nen einen Plot über­lau­fen, der nicht nur kom­plett kon­stru­iert wirkt, son­dern seine logi­schen Aus­set­zer hin­ter mor­bi­den Kulis­sen, wie­der mehr dem läu­tern­den Ansin­nen Jigsaws ent­spre­chen­den Fol­ter­ma­schi­nen und schnel­len Schnit­ten zu ver­schlei­ern sucht. Den­noch ist nach dem aus­blu­ten­den drit­ten Teil das eigent­li­che Gesche­hen erst­mals bes­ser als ein Schluss, der uns ledig­lich lehrt: Tot­ge­sägte leben länger.