So sprit­zig und erfolg­reich per­si­fliert wie in der „Winnetou“-Verulkung „Der Schuh des Manitu“ wurde im deut­schen Kino sel­ten. Mit dem nach­fol­gen­den „(T)Raumschiff Sur­prise“ kommt Michael Her­big dann trotz klin­geln­der Kas­sen aber nicht mal mehr über Mops­ge­schwin­dig­keit hin­aus und obwohl auch sein drit­ter „Bul­ly­para­den“-Able­ger um Sissi, die Kai­se­rin in den Wech­sel­jah­ren, alles andere als die Krone der Komik dar­stellt, ist beim Schwenk zum Ani­ma­ti­ons­film schon der Ansatz inter­es­sant, nicht die Titel­fi­gu­ren ins Zen­trum der Geschichte zu stellen.

Der Yeti Tur­tel­tag, in der „Ice Age“ wohn­haf­ter Kotz­bro­cken mit Ruhrpott-​​Slang (und geis­tig ver­wandt mit Oger „Shrek“), steckt nach hef­ti­ger Fla­tu­lenz in einer Glet­scher­spalte. Der Teu­fel aus dem Hes­se­land (Gerd Kne­bel und als Luzi­fers Echo Henni Nachts­heim) soll und will ihn holen, lässt sich aber auf einen Han­del ein: des Zot­tels Leben gegen die schönste Frau der Welt.

Die „paniert“ der­weil durch den Park von Schloss Schön­grün an der Seite ihres Gat­ten, der anschlie­ßend deka­dent die Kohle ver­heizt. Dazwi­schen wird noch schnell „durch­re­giert“, bevor man sich die Zeit mit Mozartkugel-​​Golfen oder Moulin-​​Rouge-​​Einlagen ver­treibt. Und wäh­rend Lissi Glo­cken läu­tet und Hupen drückt, schlägt der Yeti zu.

Ani­miert ist „Lissi und der wilde Kai­ser“ (Con­stan­tin Film) für eine deut­sche Pro­duk­tion äußerst gelenk; zumal es gelingt, die Mimik von Bully (Lissi), Chris­tian Tramitz (Franz) und Rick Kava­nian (Feld­mar­schall) aus den Figu­ren zu pel­len. Die bemü­hen sich wäh­rend Regie wie Aus­stat­tung saust und braust nicht durch­weg vom Erfolg gekrönt, die TV-​​Sketche zu einer Par­odie auf 50er-​​Jahre-​​Heimatfilm und „Sissi“-Mythos zu stre­cken. 81 Minu­ten sind den­noch kurz Weil bei so man­chem „Franz, mir is so fad.“