Bernd Siemers - "De Karlsruher uff d'Labb guggt""Bloß a bissele quedsche", dann wird aus dem breitesten Schwäbisch Badisch astrein. So lehrt's uns de Hurschde Harald. Den verstehen aber auch nur die wenigsten: Denn über 75 Millionen Deutsche können gar kein Badisch. Wer der berühmt gewordenen Aufforderung von "SWR3-Latenight"-Moderator Pierre M. Krause in seiner Funktion als Supermarktfilialleiter folgen möchten, kann jetzt nachschlagen. Denn Bernd Siemers hat "De Karlsruher uff d'Labb guggt" (Info Verlag).

Für sein Brigande-Werderbiechle hat der Lehrer den hiesigen Wortschatz analysiert und ins Hochdeutsche übersetzt, vom "Aai" bis zum "Zwuggl". Aufgenommen zu d' Karlsruherische Schbroochkreatione sind auch "franzeesische Wörder, die sich vom Elsass aus eibirgerd hen", wie zum Beispiel d'Bagasch, s'Blafo, s'Droddwar, de Schäslong oder redur und wisawi.

Eigene Kapitelen bekommen auf den 60 Seiten d'Redewendunge ("Mir isch's dabbich", "Du kannsch me am Hahne bimble"), d'Staddaailbewohner, s' Zungedräning ("Zwaai waaiche Aaier in aainere Raaih") und andere Aaigehaaide wie d' Kallsruher Blural, d' Akkusadiv oders Reladivbronome. Un Seller, der wo jezad allridd die Grumbiere newe die Zwiwwele stelle dud, isch un bleibt hald en greizdämlicher Labbeduddl.