17. Juli 2008
Mamma Mia!
Nu ist’s ohnehin Essig mit dem Abba-Revival. Björn Ulvaeus kann sich nicht mehr erinnern. Nicht mehr daran, dass seine Band Abba mit „Waterloo“ den Schlager-Grand-Prix gewonnen hat, nicht an „Dancing Queen“, „Money, Money, Money“, „Take A Chance On Me“ und „The Winner Takes It All“. Er hat sein Langzeitgedächtnis verloren. Dafür, dass der Rest der Welt die „Super Trouper“-Truppe aus Schweden nicht vergisst, sorgt auch das Musical „Mamma Mia!“. Jetzt findet die Show ihren Weg in die Kinos.
Geführt von den größten Abba-Hits erzählt Regisseurin Phyllida Lloyd die Geschichte einer Mutter (Meryl Streep) und ihrer Tochter (Amanda Seyfried), die den Vater nie kennengelernt hat: Donna, die auf einer griechischen Insel ein kleines Hotel führt, steckt mitten in den Vorbereitungen für die bevorstehende Hochzeit der 20-jährigen Sophie und deren Auserwählten Sky (Dominic Cooper). Doch Sophie hat noch einen großen Wunsch: Sie möchte von ihrem Vater zum Traualtar geführt werden. Zufällig entdeckt sie das Tagebuch ihrer Mutter — doch gleich drei verschiedene Männer (Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgaard) kommen als Erzeuger in Frage…
An die 20 der von Benny Andersson und Björn Ulvaeus komponierten Stücke werden in der Filmfassung von „Mamma Mia!“ vorstellig; natürlich die bekanntesten, aber auch manche Nummer, die nur Abba-Fanclub-Mitglieder auf Anhieb mitträllern können, fügen sich mal passender, mal weniger passend ins 109-minütige, stargewaltige Geschehen. Wer ausgebildete Stimmen hören möchte, muss zur pompösen Show nach Stuttgart reisen. Für gut gelaunte Erinnerungen im Kurzzeitgedächtnis taugt die Kinobühne aber allemal.
