Spin­nen die Fil­me­ma­cher? Nach ihren eher mit­tel­präch­ti­gen Begeg­nun­gen mit Cae­sar und Cleo­pa­tra bege­ben sich Aste­rix (Clo­vis Cor­nil­lac ersetzt den ver­schmerz­ba­ren Chris­tian Cla­vier als Titel­held,) und sein bären­star­ker Gefährte Obe­lix (Gér­ard Depar­dieu füllt gewohnt zuver­läs­sig den Part des dicken Hünen) in ein wei­te­res lebens­gro­ßes Aben­teuer (Con­stan­tin Film): Im medi­ter­ra­nen Grie­chen­land wol­len sie Lands­mann Roman­tix (Sté­phane Rous­seau) bei­ste­hen, die Olym­piade und das Herz der hele­ni­schen Prin­zes­sin Irina (Vanessa Hess­ler) zu gewin­nen. Diese Pläne durch­kreuzt immer wie­der der tücki­sche Bru­tus (Benoît Poel­vo­orde), im Ansin­nen, sei­nen Vater Julius (Alain Delon) aus dem Weg zu räumen.

Die Neben­hand­lungs­stränge um Liebe und Intrige kennt die Vor­lage zwar nicht, aber Frédé­ric Fores­tier und Tho­mas Lang­mann ver­las­sen sich ohne­hin mehr auf ihr Big-​​Budget, umge­münzt in impo­san­ten Kame­ra­fahr­ten vor pom­pö­sen Com­pu­ter­ku­lis­sen und ande­ren Effek­ten, die die Comi­cwel­ten von René Goscinny und Albert Uderzo so aus­zeich­nen. Der orches­trale Score gibt den Ton an. Dazu gibt’s viel Kla­mauk und nette Anspie­lun­gen ans Zeit­ge­sche­hen; wie Doping­vor­würfe gegen Gal­lien, ein Fol­ter­knecht namens Guan­ta­na­mos oder Ter­ror­ge­fahr in Olym­pia ob der Anwe­sen­heit Caesars.

Mit Michael Her­big als Zen­tu­rio (den man via Dreh­buch­kniff wegen sprach­li­cher Unkennt­nis mit her­aus­ge­schnit­te­ner Zunge antre­ten lässt) ist auch Deutsch­land auf der Beset­zungs­liste. Die erwei­tern Gast­auf­tritte gegen­wär­ti­ger Spit­zen­sport­ler; gelun­ge­nen wie Michael „Schu­mix“ Schu­ma­cher beim abschlie­ßen­den Wagen­ren­nen und unnö­ti­gen wie jener von Ziné­dine Zidane und sei­ner Lands­leute, der Ten­nis­spie­le­rin Amé­lie Mau­resmo und des Bas­ket­bal­lers Tony Par­ker. Vor den letz­ten zehn Minu­ten hät­ten diese Spiele des­halb abge­bro­chen wer­den müs­sen. Aber das Regie­ge­spann schnei­det am Ende unter­halt­sam ab und damit weit bes­ser, als die Vor­kos­ter zu Kino­start befun­den haben. Weil irren auch 2008 nach Chris­tus mensch­lich ist.