18. September 2008

Tropic Thunder

Es ist seine erste Arbeit hin­ter der Kamera seit „Zoo­lan­der“. Weil sie­ben Jahre nach den bizarr-​​schrägen Bege­ben­hei­ten ums männ­li­che Super­mo­del Derek ganz offen­sicht­lich Nach­hol­be­darf besteht, dreht Ben Stil­ler gleich einen Film im Film: „Tro­pic Thun­der“. Als die Pro­du­zen­ten wegen explo­die­ren­der Kos­ten auf Abbruch pochen, beschließt Regis­seur Cock­burn (Steve Coo­gan), seine Schau­spie­ler samt ver­steck­ter Kamera im Dschun­gel aus­zu­set­zen, um das Kriegs­mo­vie zu Ende zu brin­gen. Bis eine Bande Dro­gen­schmugg­ler scharf schießt. Tref­fer fängt sich dabei so ziem­lich alles, was in der Traum­fa­brik Rang und Namen hat.

Die ers­ten Lacher sind aber bereits vor Film-​​Film-​​Beginn sicher, wenn Fake-​​Trailer die Prot­ago­nis­ten ein­füh­ren; als da wären Super­star Tugg Speed­man (Stil­ler), jüngst übers Behin­dert­en­drama „Sim­ple Jack“ gestol­pert, Flatulenz-​​Comedian Jeff Port­noy (Jack Black) und Cha­rak­termime Kirk Laza­rus (Robert Dow­ney Jr.), der sich eigens für die Rolle die Haut­pig­mente schwär­zen ließ.

Dazu gibt’s Tom Cruise als kahl-​​kalten Stu­dio­boss mit Brust­haar­tou­pet sowie Matthew McCo­n­aug­hey, Nick Nolte, Tobey Maguire und Jon Voight in wei­te­ren klei­nen Rol­len. Unter­hal­tung ist allein des­halb garan­tiert, weil die Viet­nam­film­par­odie wie schon „Shaun Of The Dead“ ein gutes Stück weit auch im hoch­ge­nom­me­nen Genre funk­tio­niert. Und in Sachen Gags hat ein Ben Stil­ler sowieso noch nie Gefan­gene gemacht.