22. Januar 2009
Bolt – Ein Hund für alle Fälle
Bei den „Oscars“ kämpft er mit „Kung Fu Panda“ und „Wall-E“ am 22. Februar um die Animationskrone. In seiner eigenen Welt liegt dem Vierbeiner Bolt längst ganz Hollywood zu Füßen. Denn der „Hund für alle Fälle“ mit der Stimme von Christian Tramitz hat übernatürliche Kräfte – jedenfalls so lange die Kameras surren: Bolt ist Star einer TV-Serie. Dumm nur, dass er keine andere Welt als die der Fernsehstudios kennt und dieser Irrglaube wird ihm zum Verhängnis, als er die Entführung seines Frauchens Penny für bare Münze nimmt und einen Supersprung in die Realität macht.
Umsonst geschluckt hat man hat die Konkurrenz nicht: 7,4 Milliarden Dollar war dem Haus der Maus jene Trickfilmschmiede wert, die ihr über Jahre stets mehrere Stehlampensprünge voraus gewesen ist. Jetzt zahlt sich’s wieder mal aus: Denn der erste Disney-Animationsfilm unter Leitung des großen John Lasseter hat jede Menge Pixar-Flair!
Bolts Begleiter, die mürrische Straßenkatze Mittens und der zum Kugeln komische Hamster Dino (Axel Stein), sorgen mit Dialogwitz für Kurzweil inmitten einer butterweichen, von Kindchen-Schema-proportionierten Protagonisten bewohnten CGI-Welt. Doch auch wenn sich die tierische „Truman Show“ in manchen Kinos (wie etwa der Karlsruher Schauburg) in die dritte Dimension erhebt und „Kung Fu Panda“ den Kranich macht – „Wall-E“ schwebt trotz Schwächen noch immer in ganz anderen Storysphären.
