Bei den „Oscars“ kämpft er mit „Kung Fu Panda“ und „Wall-​​E“ am 22. Februar um die Ani­ma­ti­ons­krone. In sei­ner eige­nen Welt liegt dem Vier­bei­ner Bolt längst ganz Hol­ly­wood zu Füßen. Denn der „Hund für alle Fälle“ mit der Stimme von Chris­tian Tramitz hat über­na­tür­li­che Kräfte — jeden­falls so lange die Kame­ras sur­ren: Bolt ist Star einer TV-​​Serie. Dumm nur, dass er keine andere Welt als die der Fern­seh­stu­dios kennt und die­ser Irr­glaube wird ihm zum Ver­häng­nis, als er die Ent­füh­rung sei­nes Frau­chens Penny für bare Münze nimmt und einen Super­sprung in die Rea­li­tät macht.

Umsonst geschluckt hat man hat die Kon­kur­renz nicht: 7,4 Mil­li­ar­den Dol­lar war dem Haus der Maus jene Trick­film­schmiede wert, die ihr über Jahre stets meh­rere Steh­lam­pen­sprünge vor­aus gewe­sen ist. Jetzt zahlt sich’s wie­der mal aus: Denn der erste Disney-​​Animationsfilm unter Lei­tung des gro­ßen John Las­se­ter hat jede Menge Pixar-​​Flair!

Bolts Beglei­ter, die mür­ri­sche Stra­ßen­katze Mit­tens und der zum Kugeln komi­sche Hams­ter Dino (Axel Stein), sor­gen mit Dia­log­witz für Kurz­weil inmit­ten einer but­ter­wei­chen, von Kindchen-​​Schema-​​proportionierten Prot­ago­nis­ten bewohn­ten CGI-​​Welt. Doch auch wenn sich die tie­ri­sche „Tru­man Show“ in man­chen Kinos (wie etwa der Karls­ru­her Schau­burg) in die dritte Dimen­sion erhebt und „Kung Fu Panda“ den Kra­nich macht — „Wall-​​E“ schwebt trotz Schwä­chen noch immer in ganz ande­ren Storysphären.