15. Januar 2009
Saw V
Er kam, sägte und siegte. Obgleich Freddy, Jason und Michael Myers mehr Anläufe auf dem Gewissen haben, ist das in den USA alljährlich zu Halloween startende Folterfallen-Franchise die erfolgreichste Horror-Reihe der Welt. Bemerkenswert schon deshalb, weil die unermüdlichen Macher ihren Hauptdarsteller bereits am Ende des dritten Teils ableben ließen.
Diesmal muss Moralhüter John Kramer (Tobin Bell) in Rückblenden anleiten; der in Etappe vier eingeführte Detective Hoffman (Costas Mandylor) hat sich ja nach Amandas Ableben als williger Schüler des Serienkillers entpuppt. Und während FBI-Kollege Strahm (Scott Patterson) auf eigene Faust durch die Fortsetzungen puzzelt und den mittlerweile durchaus komplexen Jigsaw-Fall rekonstruiert, müssen fünf Privilegierte bittere Nachhilfestunden in Lebenslehre nehmen.
Regie führt dabei David Hackl, bislang Fallensteller und Production Designer der „Saw“-Filme. Und der lässt zumindest quantitativ etwas nach in Sachen Torture-Porn, den sein blutzollfordernder Vorgänger Darren Lynn Bousman vom zweiten Teil an kontinuierlich gehärtet hat. Mit drei Handlungssträngen schafft sich Hackl im perfiden Parcours der Grausamkeiten zumindest etwas an Story-Raum; und man darf jetzt schon mal rätseln, wie es sein Nachfolger, Cutter Kevin Greutert, im bereits angekündigten Teil sechs bewerkstelligt, die Erfolgsgeschichte ohne den Charakterschädel fortzuschreiben.
