12. Januar 2009
Superhero Movie
Wo der Erfolg zuhause ist, finden auch die Lästerer ihr Schlupfloch; wie David Zucker, der sich mit „Die nackte Kanone“ oder den späten „Scary Movie“-Folgen in die Hall Of Hohn gefilmt hat. Als Produzent lässt er Craig Mazin im „Superhero Movie“ (Senator Home Entertainment) die Welt der Superhelden hochnehmen und besonders dick erwischt es dabei „Spider-Man“.
Die Lage von Vorzeige-Loser Rick Riker (Drake Bell) ändert sich schlagartig, als er beim Schulausflug von einer genmanipulierten Libelle gestochen wird und zu Dragonfly mutiert. Sein trotteliger Onkel Albert (Leslie Nielsen) ist begeistert, denn „with great power come great bitches“: Beim hübschen Nachbarsmädchen Jill (Sara Paxton) kann Rick plötzlich punkten. Doch so richtig drauf hat er seine Superhero-Nummer noch nicht und mit Lou „The Hourglass“ Landers (Christopher McDonald) bereits einen Widersacher, der das tödliche Handauflegen beherrscht.
Zwar mischen „Batman“, „Superman“, „X-Men“ und „Fantastic Four“ (samt Pamela Anderson als Invisible Girl) in der sich an Spideys Schicksal entlang hangelnden Geschichte mit; für eine Schmäh aufs Genre sind die Auftritte der Figuren außerhalb des Spinnenuniversums aber viel zu kurz und bemüht. Wer sich die bis in den Abspann reichende Aneinanderreihung schaler, besserer unter genialer Gags (wie die Parodie auf Mr. Scientology, Tom Cruise), Furzparaden und anderer deftiger Späße unterhalb der Gürtellinie mit geerdeten Erwartungen nähert, verbringt die 86 Minuten trotzdem in Superlaune.
