8. Januar 2009
Transporter 3
Von BMW auf Audi umgesattelt, und auch sonst hat sich zwischen „The Transporter“ und „The Mission“ nichts verbessert. Die Reihe um den Auftragschauffeur bleibt PS-starkes Actionkino, das nach der Sequel-Fehlzündung wieder rund läuft. Diesmal ist es Regisseur Olivier Megaton, der Ex-Elitesoldat Frank Martin (Jason Statham) im schwarzen A8 ein Paket unbekannten Inhalts von Frankreich nach Osteuropa bringen und dabei alle selbst auferlegten Regeln brechen lässt.
Das reizvolle Plot-Element: Der Unterweltbote hängt mehr denn je an seinem Auto, weil Auftraggeber Jonas Johnson (Robert Knepper) ihm ein explosives Armband verpasst hat: Entfernt sich Frank zu weit vom Wagen, geht er hoch. Statham übt sich als smarter Saubermann im Clinch mit der Müllmafia wieder in Kraft und Eleganz; seine schnucklige ukrainische Beifahrerin Valentina (Natalja Rudakowa) nutzt die wenigen Boxenstopps, um sich lasziv in die Kamera zu räkeln. Hauptdarsteller bleibt das Gaspedal.
Luc Bessons rasantes, über alle Logikschlaglöcher bretterndes Drehbuch, von Corey Yuen auf den Punkt choreographierte Martial-Arts-Fights, waghalsige Verfolgungsjagden, Franks so konträrer Hausfreund Inspecteur Tarconi (François Berléand) und ein paar 007-Anleihen lassen bei simpler Handlung kaum Verschleißerscheinungen auftreten. Denn zur Freude am Schauen braucht’s nicht zwingend einen 7er BMW.
