13. Februar 2009

Freitag, der 13.

Die Zahl 13, das Dut­zend des Teu­fels, hat kei­nen guten Ruf. Und wenn sie auf den Frei­tag trifft gleich gar nicht. Das war schon so, als Sean S. Cun­ningham 1980 sei­nen Kultslas­her gedreht hat. Die mitt­ler­weile zwölfte Fort­set­zung von „Frei­tag, der 13.“ ist aber kein klas­si­sches Remake, son­dern Mar­cus Nis­pels Neu­in­ter­pre­ta­tion auf Hollywood-​​Hochglanz; sonst hät­ten wir ein drit­tes Mal in der längs­ten Hor­ror­reihe der Welt ohne die Haupt­fi­gur aus­kom­men müssen.

Die erscheint bekannt­lich erst im zwei­ten Teil (und war im fünf­ten vor­über­ge­hend erle­digt). Zuvor mor­det Mut­tern Pamela Voor­hees, die sich an den Auf­se­hern im Camp Crys­tal Lake für den Tod des ertrun­ke­nen Soh­nes rächen will. Von ihrem Ende zwi­schen den Klin­gen eines Bowie­mes­sers aus­ge­hend, ent­lässt Nis­pel wie­der eine Schar ver­gnü­gungs­gei­ler Teen­ager in Jasons (Derek Mears) Jagd­ge­biet. Die meu­chelt er wäh­rend eines mehr­mi­nü­ti­gen Pro­logs. Eine der Cam­pe­rin­nen ist Whit­ney (Amanda Righetti); und ihr Bru­der Clay (Jared Padale­cki) durch­fors­tet schon die Wälder.

Nis­pel und Mit­pro­du­zent Michael Bay, die mit dem „Texas Chain­saw Mas­sa­cre“ bereits einen ande­ren Seri­en­kil­ler aus dem Video­re­gal auf die Lein­wand zurück­ge­holt haben, raf­fen die Reihe; las­sen den eins­ti­gen Michael-​​Myers–Nach­ah­mer Jason zuerst im ver­dreck­ten Kis­sen­be­zug die Machete schwin­gen bevor er auf dem Dach­bo­den nach Ersatz suchend die stil­prä­gende Eis­ho­ckey­maske fin­det. Am Ende wird’s sogar ein annehm­ba­res „Ich-steh-schon-hinter-dir“-Spielchen zwi­schen Schön­lin­gen und auf­ge­spritz­ten Brüs­ten. Echte Seri­en­kil­ler kön­nen halt nicht aufhören.