19. März 2009

Männersache

MännersacheJa, Mario Barth hätte ver­hin­dert wer­den kön­nen. Doch Klaus-​​Jürgen „Kna­cki“ Deu­ser sei Dank hat es ihn via „Night Wash“ über Köln, das Ber­li­ner Olym­pia­sta­dion und die eigene Fern­seh­show bis in die Kino­säle der Repu­blik geschleu­dert. Und wäh­rend ihm die einen auch noch beim Welt­re­kord für den „Live-​​Comedian mit den meis­ten Zuschau­ern“ zur Seite ste­hen, winkt die andere Hälfte der Nation nur noch genervt ab, wenn’s wie­der heißt: „Hör ma, hör ma!“ und „Kennste, kennste?“ Wer ganz oben steht, spal­tet. Und Erfolg gibt Recht.

Der lässt zu Beginn sei­nes Erst­lings­werks noch auf sich war­ten: Barths Alter Ego Paul lie­fert miese Auf­tritte ab — bis er anfängt, Zoten über sei­nen Kind­heits­kum­pel Hotte (Die­ter Tap­pert alias Komö­di­an­ten­kol­lege Paul Pan­zer) und des­sen bies­tige Freun­din Susi (Anja Kling) zu rei­ßen. Das Publi­kum tobt. Hotte und Susi auch. Und der Paul steht am mora­li­schen Schei­de­weg: Witz­fun­dus oder Männerfreundschaft?

MännersacheWie auto­bio­gra­fisch diese Sze­ne­rie ist, erfah­ren wir nicht. Dass sich Mario Barth aber locker 90 Minu­ten durch die Geschlech­ter­vor­ur­teile han­geln kann, hat er auf der Bühne schon hin­läng­lich unter Beweis gestellt. Defi­ni­tiv rich­tig sitzt hier, wer bei Gags Marke „Sie: ‚Ick jeh heut zum Fit­ness und mach Bauch, Beine, Po.‘ Er: ‚Davon haste doch jenuch. Mach ma lie­ber Tit­ten!‘“ kräf­tig die Lach­mus­keln trai­niert. Und wer daran nichts Komi­sches fin­den kann, schaut viel­leicht noch­mals eben schnell auf den Film­ti­tel