30 Rock - Season 1Tina Fey weiß ganz genau, was hier gespielt wird. Schließ­lich hat die Sarah-​​Palin-​​Parodistin selbst lange Jahre für „Satur­day Night Live“, die berühm­teste Comedy-​​Show im US-​​TV, gear­bei­tet. Und den Pos­ten als Chef­au­to­rin ver­passt sie sich alias Liz Lemon auch in der fik­ti­ven NBC-​​Varieté-​​Sendung „The Gir­lie Show“ beim selbst­in­sze­nier­ten Blick hin­ter die Kulis­sen eines ame­ri­ka­ni­schen Fern­seh­be­triebs — der Staa­ten­ge­mein­schaft „wahre Kunstform“.

Am Rocke­fel­ler Plaza Num­mer 30 in New York City weht ein fri­scher Wind: Der neue Geschäfts­füh­rer Jack Donaghy (Alec Bald­win) ver­setzt Stern­chen Jenna Maro­ney (Jane Kra­kow­ski) ins zweite Glied und enga­giert den abso­lut unbe­re­chen­ba­ren Schau­spie­ler Tracy Jor­dan (Tracy Mor­gan), um ihn in den Mit­tel­punkt der neuen Comedy-​​Show zu stel­len. Und dann sieht er auch im Pri­vat­le­ben von Mitt­drei­ßi­ge­rin Liz Verbesserungspotenzial…

Doch nicht nur die fin­det an ihrem zu Anfang äußerst bor­niert wir­ken­den Chef von Folge zu Folge mehr Gefal­len. Denn wenn hier einer allen die Show sti­elt, ist es Alec Bald­win, der als berechnend-​​blasierter Vor­ge­setz­ter mit ziem­lich gutem Kern einen phä­no­me­na­len Part gibt! Ihn umge­ben schön­schrul­lige Figu­ren (wie der von Judah Fried­lan­der ver­kör­perte Krea­tiv­kopf Frank oder Jack McBrayer als Lauf­bur­sche Ken­neth), die in den 21 inhalt­lich in sich geschlos­se­nen, aber auf­ein­an­der bau­en­den Epi­so­den á 21 Minu­ten immer mehr Witz und Verve ver­sprü­hen. Wenn hier gelacht wird, gar kein Zwei­fel, es ist echt!

30 Rock“ (Uni­ver­sal Pic­tures), der drei­fa­che „Gol­den Globe“-Gewinner vom Januar (Beste Serie, Haupt­dar­stel­ler und Haupt­dar­stel­le­rin), ist in Ame­rika längst Kri­ti­ker­lieb­ling, da las­sen sich auch Gast­stars wie Talk­mas­ter Conan O’Brien oder Who­opi Gold­berg gerne sehen. Und wer auf den Exklu­si­v­emp­fang im deut­schen Sparten-​​Bezahl-​​Neustarter TNT ver­zich­ten kann, zappt sich am bes­ten staf­fel­weise durch diese auf­wän­digst pro­du­zierte Sit­com; viel­leicht die Beste seit „Seinfeld“.