13. Mai 2009

Illuminati

IlluminatiIm Kino läuft’s anders­herum; wird der lite­ra­ri­sche Vor­gän­ger zum Nach­fol­ger. Und wenn Robert Lang­don (Tom Hanks) auf den Plan tritt, sind die Kir­chen­obe­ren in Hab-​​Acht-​​Stellung.

Nach­dem der von Dan Brown erdachte Har­vard­pro­fes­sor und Sym­bo­loge 2006 den „Da Vinci Code“ geknackt hat, stößt er nun in „Angels & Demons“ wie­derum auf Hin­weise, die die katho­li­sche Kir­che in ihren Grund­fes­ten erschüt­tern. Die mäch­tigste Unter­grund­be­we­gung der Geschichte, ein kon­spi­ra­ti­ver Geheim­bund und Erz­feind der Got­tes­gläu­bi­gen ist auf­er­stan­den: die Illuminaten.

Um das Leben der ent­führ­ten Kar­di­näle zu ret­ten und zu ver­hin­dern, dass Anti­ma­te­rie den papst­lo­sen Vati­kan ver­nich­tet, begibt sich Lang­don mit der ita­lie­ni­schen Wis­sen­schaft­le­rin Vit­to­ria Vetra (Aye­let Zurer) und ange­trie­ben von Hans Zim­mers Score auf zu einer Hetz­jagd quer durch die ewige Stadt, durch Kryp­ten, Kata­kom­ben, Kathe­dra­len – und mit­ten hin­ein ins best­be­wachte Grab­ge­wölbe der Welt.

Ron Howard, Roms „Per­sona non gra­dita“, musste wegen feh­len­der Dreh­ge­neh­mi­gung sämt­li­che Schau­stät­ten rund um den Peters­platz in Los Ange­les nach­bauen. Auf Blockbuster-​​Format getrimmt ist auch sonst alles in Browns Verschwörungs-​​Bestseller, bei des­sen Gegen­über­stel­lung mit dem (vie­ler­seits kri­ti­sier­ten) vor­an­ge­gan­ge­nen Nach­fol­ger „Sakri­leg“ es sich wie­der aus­glei­chen dürfte, dass das Aus­gangs­ma­te­rial dies­mal etwas schwä­cher ist, der Thril­ler dafür pas­sa­bler umgesetzt.