7. Mai 2009
Star Trek
Nach vier Kinofilmen hat die „Next Generation“-Mannschaft von Captain Jean-Luc Picard abgedankt. James Tiberius Kirk übernimmt – und zwar noch ehe er in Galaxien vordringt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Die betritt nun Regisseur J.J. Abrams, der im elften Leinwandabenteuer das Prequel zur Sixties-Space-Saga „Raumschiff Enterprise“ erzählt.
Mit einer prächtig gecasteten Darstellerriege um Chris Pine beschreibt er, wie die übermütige Crew zu früher Sternzeit zusammenfindet, sich Kirk vom Haudrauf zum Captain der fabrikneuen NCC-1701 entwickelt und natürlich bekommt die Mannschaft mit dem zeitreisenden Romulaner Nero (Eric Bana) einen rachsüchtigen Kontrahenten.
Abrams hat mit seinem Serien-Hit „Lost“ über fünf Staffeln bewiesen, dass er nicht nur neue Welten, sondern ganze Universen erschaffen kann. Er bewegt sich weg vom philosophisch-politischen Unterbau der steifen, stets sternenflottenhörigen nächsten Generation hin zum Trashigen, das die frühen Folgen mit William Shatner auf der Kommandobrücke ausgemacht hat.
Spitzohrspezi Leonard Nimoy sehen wir obendrein in einer Gastrolle als greisen Halbvulkanier wieder, während sich sein unverbrauchtes Ich (selbst in Sachen Liebe!) austoben und mit dem Vorwissen des Publikums spielen darf. Dazu Spaß und Action auf Warp neun und obwohl wir am Ende der Verjüngungskur von Gene Roddenberrys Sci-Fi-Klassiker dort ankommen, wo die Serie einsetzt, bleibt „To boldly go where no one has gone before“ der Leitspruch dieses Neustarts. On Screen!
