The Last House On The LeftMit dem in Deutsch­land auch unterm Titel „Mondo Bru­tale“ ver­trie­be­nen Rape-​​And-​​Revenge-​​Movie begrün­dete Wes Cra­ven 1972 seine Kar­riere im Horror-​​Genre und legt nun als Pro­du­zent des Remakes ordent­lich Här­te­grade nach.

Nur ein paar schöne Tage in ihrem ent­le­ge­nen Haus am See woll­ten sich die Col­ling­woods machen, aber Toch­ter Mari (Sara Pax­ton) und Freun­din Paige (Mar­tha MacI­saac) gera­ten in die Gewalt des Aus­bre­chers Krug (Gar­ret Dil­lah­unt), des­sen Beglei­te­rin und sei­nes Bruders.

Mari kann ver­ge­wal­tigt und schwer lädiert ent­kom­men; doch das Heim ihrer Eltern (Tony Gold­wyn und Monica Pot­ter) ist für die Ver­bre­cher schon zur Zuflucht gewor­den. Als John und Emma Col­ling­wood klar wird, wen sie da her­ein­ge­las­sen haben, dre­hen sie den Spieß um – und las­sen die Täter für ihre Taten bluten.

Die von Den­nis Ilia­dis insze­nierte sadis­ti­sche Gewalt­fan­ta­sie opfert das auf Ing­mar Berg­mans Moral­stück „Die Jung­frau­en­quelle“ zurück­ge­hende ethi­sche Fanal wie­der mal übli­chen Seh­ge­wohn­hei­ten; sein „Last House On The Left“ wirkt des­halb längst nicht so ver­stö­rend wie jüngst noch die US-​​Variante von „Funny Games“. Die Welt wird sel­ten besser.