Across The Border - "Hag Songs"Mit elf „Hag Songs“ im Eigen­ver­trieb befeu­er­ten die „Folk-​​Punk-​​Torpedos“ Across The Bor­der einen Ruf, der bis heute über BaWüs Gren­zen reicht. Zum 15-​​jährigen Erschei­nen ist nun das Re-​​Release jenes ers­ten stil­prä­gen­den (und längst ver­grif­fe­nen) Albums raus — inklu­sive Frisch­zel­len­kur außen wie innen.

Über­ar­bei­te­tes Art­work, das Hexe, Son­nen­ge­sicht, Gei­ge­rin und schwar­zen Kater gegen tan­zende Ske­lette ein­tauscht, geblie­ben ist der Rabe; das Book­let gefällt mit schö­nen Liner­no­tes von Punk-​​Szenenchronist Klaus N. Frick, den Ori­gi­nal­sei­ten von einst sowie Presse– und Pro­mo­do­ku­men­ten der CD-​​Release-​​Party am 26. Dezem­ber 1994 im Irish House Hagsfeld.

Folk mit Punk in Ein­klang zu brin­gen — das war noch Anfang der 90er Ding der Stunde im Umkreis! Kein Wochen­ende, ohne dass „Fol­low Your Girl“, „Beau­ti­ful World“, „Dance Around The Fire“, das von Rock­or­deo­nist Andreas Kölsch inbrüns­tig nach­ge­sun­gene „New Eng­land“ aus der Feder von Billy Bragg und natür­lich die Hymne „I Can’t Love This Coun­try“ irgendwo ange­stimmt wurden.

Schon das Langspiel-​​Debüt von ATB beinhal­tete nahezu sämt­li­che All-​​Time-​​Hits der damals in ihren bes­ten Tagen noch mit zwei Gei­gen, Man­do­line und weib­li­chem Gesangs­part auf­spie­len­den Rem­chin­ger; und zu den neu auf­ge­leg­ten Ori­gi­nal­tracks gesellt sich auf der „Hag Songs“-Edition 2009 (Twis­ted Chords/​Broken Silence) eine außer­ge­wöhn­li­che 2.0-Fassung.

Am Mic neben Border-​​Frontmann Jochen Krö­ner steht bei die­sem „I Can’t Love This Country“-Upgrade Rapres­sio­nist Chaoze One, der für sol­che Zei­len die rich­ti­gen Rhy­mes und pas­sen­den Beats parat hat und den Limes der badi­schen Pogues-​​Epigonen einen Track lang Rich­tung Hip­Hop verschiebt.