22. Januar 2010
Across The Border – „Hag Songs“
Mit elf „Hag Songs“ im Eigenvertrieb befeuerten die „Folk-Punk-Torpedos“ Across The Border einen Ruf, der bis heute über BaWüs Grenzen reicht. Zum 15-jährigen Erscheinen ist nun das Re-Release jenes ersten stilprägenden (und längst vergriffenen) Albums raus – inklusive Frischzellenkur außen wie innen.
Überarbeitetes Artwork, das Hexe, Sonnengesicht, Geigerin und schwarzen Kater gegen tanzende Skelette eintauscht, geblieben ist der Rabe; das Booklet gefällt mit schönen Linernotes von Punk-Szenenchronist Klaus N. Frick, den Originalseiten von einst sowie Presse- und Promodokumenten der CD-Release-Party am 26. Dezember 1994 im Irish House Hagsfeld.
Folk mit Punk in Einklang zu bringen – das war noch Anfang der 90er Ding der Stunde im Umkreis! Kein Wochenende, ohne dass „Follow Your Girl“, „Beautiful World“, „Dance Around The Fire“, das von Rockordeonist Andreas Kölsch inbrünstig nachgesungene „New England“ aus der Feder von Billy Bragg und natürlich die Hymne „I Can’t Love This Country“ irgendwo angestimmt wurden.
Schon das Langspiel-Debüt von ATB beinhaltete nahezu sämtliche All-Time-Hits der damals in ihren besten Tagen noch mit zwei Geigen, Mandoline und weiblichem Gesangspart aufspielenden Remchinger; und zu den neu aufgelegten Originaltracks gesellt sich auf der „Hag Songs“-Edition 2009 (Twisted Chords/Broken Silence) eine außergewöhnliche 2.0-Fassung.
Am Mic neben Border-Frontmann Jochen Kröner steht bei diesem „I Can’t Love This Country“-Upgrade Rapressionist Chaoze One, der für solche Zeilen die richtigen Rhymes und passenden Beats parat hat und den Limes der badischen Pogues-Epigonen einen Track lang Richtung HipHop verschiebt.
