14. Januar 2010
Maria, ihm schmeckt’s nicht!
Sein Erstling gilt gleich als das erfolgreichste deutsche Romandebüt der vergangenen 20 Jahre. Als „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ 2003 erschienen ist, hatte der Journalist Jan Weiler längst als Chefredakteur beim „Süddeutsche Zeitung Magazin“ Karriere gemacht, der eine zweite als Romancier und vergnüglicher Vorleser gefolgt ist.
1,7 Millionen Exemplare der zu Papier gebrachten Selbsterfahrung mit der seltsamen süditalienischen Sippschaft seiner Frau wurden seither verkauft; die Verfilmung von Neele Leana Vollmar über teutonische Gründlichkeiten in Bella Italia verbindet nun die feuilletonistischen Anekdoten mit einem dramaturgischen Faden und bündelt die sich über mehrere Jahre erstreckenden Reisen hinreißend zu einer einzigen.
Konfrontiert mit einer Überdosis südländischem Temperament, allerlei allergischen Reaktionen verursachenden Schalentieren, einer Sprache, die kein Wort für „satt“ kennt, weichen Betten und harter Bürokratie stellt sich Jan (Christian Ulmen) kurz vor dem Si-Wort die Frage, ob die Deutsch-Italienerin Sara (Mina Tander), ihr Vater Antonio (Lino Banfi), dessen Tedesca Ursula (Maren Kroymann) und Campobello wirklich die Richtigen für ihn sind.
Weiler schrieb für die Filmfassung von „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ (Constantin Film) selbst am Drehbuch mit und nur so ist wohl zu erklären, dass diese leicht überdrehte Culture-Clash-Sommerkomödie den lakonischen Humor der Romanvorlage zu treffen vermag.
