Maria, ihm schmeckt's nicht!Sein Erst­ling gilt gleich als das erfolg­reichste deut­sche Roman­de­büt der ver­gan­ge­nen 20 Jahre. Als „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ 2003 erschie­nen ist, hatte der Jour­na­list Jan Wei­ler längst als Chef­re­dak­teur beim „Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zin“ Kar­riere gemacht, der eine zweite als Roman­cier und ver­gnüg­li­cher Vor­le­ser gefolgt ist.

1,7 Mil­lio­nen Exem­plare der zu Papier gebrach­ten Selbst­er­fah­rung mit der selt­sa­men süd­ita­lie­ni­schen Sipp­schaft sei­ner Frau wur­den seit­her ver­kauft; die Ver­fil­mung von Neele Leana Voll­mar über teu­to­ni­sche Gründ­lich­kei­ten in Bella Ita­lia ver­bin­det nun die feuille­to­nis­ti­schen Anek­do­ten mit einem dra­ma­tur­gi­schen Faden und bün­delt die sich über meh­rere Jahre erstre­cken­den Rei­sen hin­rei­ßend zu einer einzigen.

Kon­fron­tiert mit einer Über­do­sis süd­län­di­schem Tem­pe­ra­ment, aller­lei all­er­gi­schen Reak­tio­nen ver­ur­sa­chen­den Scha­len­tie­ren, einer Spra­che, die kein Wort für „satt“ kennt, wei­chen Bet­ten und har­ter Büro­kra­tie stellt sich Jan (Chris­tian Ulmen) kurz vor dem Si-​​Wort die Frage, ob die Deutsch-​​Italienerin Sara (Mina Tan­der), ihr Vater Anto­nio (Lino Banfi), des­sen Tede­sca Ursula (Maren Kroy­mann) und Cam­po­bello wirk­lich die Rich­ti­gen für ihn sind.

Wei­ler schrieb für die Film­fas­sung von „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ (Con­stan­tin Film) selbst am Dreh­buch mit und nur so ist wohl zu erklä­ren, dass diese leicht über­drehte Culture-​​Clash-​​Sommerkomödie den lako­ni­schen Humor der Roman­vor­lage zu tref­fen vermag.