1. Januar 2010
Was wäre wenn — „Was wäre wenn“
Aus der Karlsruher Boy’s Tale ist eine Bandgeschichte geworden. 2006 werkelte Rockbarde Dominik Reismann noch als Ein-Mann-Kapelle an seinem Soloprojekt, das zu Kinetic Energy aufgepimpt ein vielversprechendes Debüt abgeliefert hat. Neustart. Das Quartett setzt jetzt auf deutsche Texte. Und den Konjunktiv.
Das „Dogsbody Days“-Cover titelt „Vergangenheit“, hat aber doch einiges mitgenommen: Fünf Songs wurden für den ersten Extended Player zu Liedern konvertiert, die noch aus A Boy’s Tale-Tagen bekannte Hymne „Call At Home“ hört nun auf den Namen „Man lernt nie aus“. Und seit Dezember haben Dominik Reismann (Gesang, Gitarre), Joachim Nagel (Keyboard, Gesang), Sven Rink (Bass) und Mathias Föhrenbacher (Schlagzeuger) aka Was wäre wenn die zweite EP mit frischen Kompositionen draußen.
Die eröffnet gleich mit einem Smash-Hit: „Irgendwann mal“, ein viel zu wahres Stimmungsbild aus dem Vakuum der Unverbindlichkeit. Auch „Wieso?“, „TV positiv“, „Kiga 2“ und „Zu zweit allein“ setzen auf breitwandigen Gitarren-Pop, der trotz Electro-Versatzstücken und Metal-Riffs sein Faible für Piano und Synthesizer-Spielereien nicht verhehlen will, und dabei vielleicht manchmal etwas zu zaghaft mit Sechssaiter umgeht.
Reismanns Stimme harmoniert derweil mit seiner Muttersprache erst recht und soll bitte keiner behaupten, es ginge groß eingängiger! Ja, so könnte das was werden. Der Indikativ lässt schon schön grüßen.
