Wolkig mit Aussicht auf FleischbällchenIn die Pha­lanx der eta­blier­ten Stu­dios Pixar, Blue Sky und Dream­works, die sich mit „Oben“, „Ice Age 3″ und „Mons­ters vs. Ali­ens“ für die drei­di­men­sio­na­len Trick­film­hits 2009 ver­ant­wort­lich zeich­nen, möchte nun auch Sony Pic­tures Ani­ma­tion vor­sto­ßen. Nach „Jagd­fie­ber“ und „Könige der Wel­len“ heißt deren Vor­her­sage: „Wol­kig mit Aus­sicht auf Fleisch­bäll­chen“.

Denn im Pro­vinz­städt­chen Affen­fels reg­nen plötz­lich Ham­bur­ger vom Him­mel, die Dächer sind von Eis­ku­geln bedeckt. Hin­ter die­sem Wet­ter­phä­no­men steckt der eigen­bröt­le­ri­sche Erfin­der Flint Lock­wood, der damit vom Nerd zum gefrag­ten Mann auf­steigt. Aber die Völ­le­rei wird zum Selbst­läu­fer. Der Bür­ger­meis­ter kann den Hals nicht voll bekom­men, Flint ist durch das wackel­pud­din­glie­bende Wesen der TV-​​Wetterfee Sam Sparks abge­lenkt und seine Wasser-​​zu-​​Essen-​​Maschine ver­ur­sacht plötz­lich Hagel­schauer in „Super Size Me“-Portionen.

Die wun­der­bare Vor­stel­lung einer Welt, in der die Leib­speise ein­fach in den Schoß fällt, beruht auf Judi und Ron Bar­retts Kin­der­buch­klas­si­ker „Cloudy With A Chance Of Meat­balls“ aus dem Jahr 1978. Diese nur 32 Sei­ten starke Vor­lage malen sich die durch den MTV-​​Cartoon „Clone High“ bekann­ten Ani­ma­ti­ons­fil­mer Chris­to­pher Mil­ler und Phil Lord in ihrer 3D-​​Vision knall­bunt und mit kri­ti­schen Unter­tö­nen gegen Über­fluss­ge­sell­schaft und Gen­ma­ni­pu­la­tion aus.

Auch wenn es für die hin­ter­grün­di­gen Cha­rak­ter­zeich­nun­gen und Anspie­lun­gen einer Pixar-​​Produktion noch nicht reicht, bie­ten ihre kna­cki­gen, „Gol­den Globe“-nominierten 90 Minu­ten tem­po­rei­che Unter­hal­tung mit Witz und Iro­nie — eine Schlaraffenland-​​Fantasie, an der sich ganze Fami­lien laben können.