Bevor Dreamworks im Sommer mit „Für immer Shrek“ seinen grünen Star endgültig ziehen lässt, dürfen die beiden „Lilo & Stitch“-Regisseure Chris Sanders und Dean DeBlois einem anderen Kinderbuch dreidimensionale Schwingen anlegen: Cressida Cowells „How To Train Your Dragon“.

Darin muss sich ein Wikingervolk kunterbunter Fabelwesen erwehren, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Haudrauf, der Stoische, Oberhaupt des Stammes und berüchtigter Drachentöter, sähe seinen Sohnemann gerne an vorderster Front. Doch der schmalbrüstige Hicks hat im Umgang mit Axt und Schild zwei linke Hände; ist aber ein findiger Tüftler. Mit viel Einfallsreichtum gelingt es dem angehenden Hünen, eine der vermeintlich gefährlichsten Arten der gesamten Drachenpopulation vom Himmel zu holen: den Nachtschatten. Hicks freundet sich mit Ohnezahn an – und verstößt gegen jede Wikingerehre.

Es braucht nicht viel Fantasie, um ihren blauen „Oscar“-Nominee von 2003 aus dem Schmusesaurier herauszulösen und mit dem Plot, der sich ohne Umschweife äußerst vergnüglich an adoleszenten Konflikten abarbeitet, ist sicher kein Innovationspreis einzuheimsen. Dennoch darf das Regieduo auf ein weiteres gelungenes Animationsabenteuer verweisen, das selbst ohne den Blick durch die Dimensionenbrille als altersübergreifender Spaß durchgeht – nach St(r)ich und Faden!