26. März 2010
My Big Fat Greek Summer
Auch wenn der deutsche Titel den Anschein hat: Dies ist nicht die Fortsetzung des Überraschungshits „My Big Fat Greek Wedding“. Anstatt ihr autobiographisches Drehbuch von 2002 nachzuspielen, beschränkt sich eine sichtlich gestraffte Nia Vardalos diesmal auf die Titelrolle. Toula heißt deshalb Georgia, Reiseführerin inmitten jeder Menge anstrengender Griechenland-Touris. Ohne einen John Corbett an der Seite. Und ohne Kefi.
Die hellenische Lebenslust trüben angesäuselte Australier, laute Amis, hochnäsige Inselaffen, verliebte Frischverheiratete, zänkische Familien, geschiedene Lüsterlinen, unbedarfte Singlemänner und andere Konsorten, die nur wenig Interesse für die Schönheit antiker Stätten zeigen.
Dazu ihr gelackter, von der Chefin bevorzugter Kollege Nico (Alistair McGowan), ein schrottreifer Bus, miese Hotels und der muffige, ungepflegte Fahrer namens Poupi „Pupsi“ Kakas (Alexis Georgoulis). Ausgerechnet Irv (Richard Dreyfuss), Witzboldsenior der Gruppe, hinter dessen nerviger Art sich tiefe Traurigkeit verbirgt, kann Georgia den Weg zum Frohsinn weisen.
Der Originaltitel „My Life In Ruins“ (Splendid Film) ist noch das Hintersinnigste an dieser durchaus kurzweiligen romantischen Komödie übers verhuschte Mädchen mit der schönen Seele. Regisseur Donald Petrie inszeniert das Klischee vor illustrer griechischer Kulisse: Delphi, Olympia, Akropolis. Der Spannungsbogen hat allenfalls Postkartengröße – doch welcher Urlaubsflirt hält schon für immer?
