My Big Fat Greek SummerAuch wenn der deut­sche Titel den Anschein hat: Dies ist nicht die Fort­set­zung des Über­ra­schungs­hits „My Big Fat Greek Wed­ding“. Anstatt ihr auto­bio­gra­phi­sches Dreh­buch von 2002 nach­zu­spie­len, beschränkt sich eine sicht­lich gestraffte Nia Var­da­los dies­mal auf die Titel­rolle. Toula heißt des­halb Geor­gia, Rei­se­füh­re­rin inmit­ten jeder Menge anstren­gen­der Griechenland-​​Touris. Ohne einen John Cor­bett an der Seite. Und ohne Kefi.

Die hel­le­ni­sche Lebens­lust trü­ben ange­säu­selte Aus­tra­lier, laute Amis, hoch­nä­sige Insel­af­fen, ver­liebte Frisch­ver­hei­ra­tete, zän­ki­sche Fami­lien, geschie­dene Lüs­ter­li­nen, unbe­darfte Sin­gle­män­ner und andere Kon­sor­ten, die nur wenig Inter­esse für die Schön­heit anti­ker Stät­ten zeigen.

Dazu ihr gelack­ter, von der Che­fin bevor­zug­ter Kol­lege Nico (Alis­tair McGo­wan), ein schrott­rei­fer Bus, miese Hotels und der muf­fige, unge­pflegte Fah­rer namens Poupi „Pupsi“ Kakas (Alexis Geor­gou­lis). Aus­ge­rech­net Irv (Richard Drey­fuss), Witz­bold­se­nior der Gruppe, hin­ter des­sen ner­vi­ger Art sich tiefe Trau­rig­keit ver­birgt, kann Geor­gia den Weg zum Froh­sinn weisen.

Der Ori­gi­nal­ti­tel „My Life In Ruins“ (Sple­ndid Film) ist noch das Hin­ter­sin­nigste an die­ser durch­aus kurz­wei­li­gen roman­ti­schen Komö­die übers ver­huschte Mäd­chen mit der schö­nen Seele. Regis­seur Donald Petrie insze­niert das Kli­schee vor illus­trer grie­chi­scher Kulisse: Del­phi, Olym­pia, Akro­po­lis. Der Span­nungs­bo­gen hat allen­falls Post­kar­ten­größe – doch wel­cher Urlaubs­flirt hält schon für immer?