11. März 2010
Toy Story — Special Edition
Mit diesen Puppen lernte das Genre laufen. Denn John Lasseters „Toy Story“ war nicht nur der erste von mittlerweile zehn Werken der Kreativschmiede Pixar; 1995 ist als Premierenjahr für den abendfüllenden computeranimierten Spielfilm in die Kinogeschichte eingegangen.
Woody (gesprochen von Peer Augustinski) heißt der ausgestopfte Cowboy, der im Kinderzimmer von Andy das Sagen hat. Als der coole Space Ranger Buzz Lightyear auf dem Geburtstagstisch landet, muss das Lieblingsspielzeug um seine Favoritenrolle fürchten. Doch eine Herabstufung will Woody unter keinen Umständen hinnehmen.
Er lässt den verhassten und nervigen Konkurrenten — der obendrein die Realität verkennt und sich für einen waschechten Weltraumpolizisten hält — aus dem Fenster stürzen. Ein Attentat aus Eifersucht, das bei seinem Spielzeuggefolge um Charlie Naseweis, Dino Rex und Slinky Dog gar nicht gut ankommt. Also macht sich der Verstoßene auf, Lightyear zurückzuholen und gerät in die Fänge des destruktiven Nachbarjungen Sid, der mit seinen Spielsachen wenig zimperlich umgeht…
Bis das „Best Animated Feature“ bei den „Academy Awards“ in Serie geht, sollten zwar noch sechs Jahre vergehen, doch erhielt Lasseter für den ersten computeranimierten Spielfilm schon mal einen Sonder-„Oscar“. Und auch 15 Jahre mit Erscheinen der „Special Edition“ (Walt Disney Studios Home Entertainment) später gehört der 77-Minüter mit zum Besten, was die Pixar Animation Studios je auf die Leinwand gezaubert haben.
Trotz des für damalige Verhältnisse immensen technischen Aufwands bleibt hier noch Zeit für schmückendes Beiwerk wie die Zitate auf „Star Trek“ oder „Star Wars“ und genau das macht „Toy Story“ zu einem unverwüstlichen Stück jüngster Filmhistorie, das man immer wieder liebend gerne abspielt. „Howdy Space Ranger!“
