Wenn Liebe so einfach wäreNancy Mey­ers weiß genau, „Was das Herz begehrt“. Die Groß­meis­te­rin des roman­ti­schen Komö­di­en­fachs brachte Frau­en­füs­te­rer Mel Gib­son und Helen Hunt ebenso zusam­men wie Diane Kea­ton mit Jack Nichol­son. Auch dies­mal geht’s um das, „Was Frauen wol­len“, eigent­lich lau­tet das Thema aber: Sei­ten­sprünge für Senio­ren. Und bei ihren bei­den aktu­el­len Haupt­ak­teu­ren Meryl Streep und Alec Bald­win ist oben­drein der Ex im Spiel.

Als sich Jane (Streep) und ihr eins­ti­ger Ehe­mann Jake (Bald­win) ein Jahr­zehnt nach der Tren­nung auf der College-​​Abschlussfeier ihres gemein­sa­men Soh­nes tref­fen, endet der Abend in einer hef­ti­gen Affäre. Jetzt ist sie „Die Andere“, denn der erfolg­rei­che Anwalt ist inzwi­schen mit der deut­lich jün­ge­ren Agness (Lake Bell) verheiratet.

Und als wäre das nicht kom­pli­ziert genug, gerät auch noch der geschie­dene, über­aus solide und lie­bens­werte Innen­ar­chi­tekt Adam (Steve Mar­tin) — der eigent­lich enga­giert war, um Janes Küche auf­zu­mö­beln und nicht ihr Lie­bes­le­ben — ins frisch ent­brannte hor­mo­nelle Kreuzfeuer.

Es ist ein unge­wöhn­li­ches Bezie­hungs­drei­eck, in das uns die Dreh­buch­au­to­rin, Pro­du­zen­tin und Regis­seu­rin bei „Wenn Liebe so ein­fach wäre“ (Uni­ver­sal Pic­tures) ver­wi­ckelt. Das liegt ein­mal am läs­sigst zur Schau gestell­ten Spiel­witz die­ses wie­der mal wun­der­bar agie­ren­den Trios. Und weil es bei einer wie Mey­ers selbst dann schwär­me­risch knis­tert, wenn sie über 115 Minu­ten heiter-​​reifer Romanze zwi­schen Schei­dung und Neu­an­fang lange ver­gan­gene Gefühle wie­der aufwärmt.