27. Mai 2010
Wenn Liebe so einfach wäre
Nancy Meyers weiß genau, „Was das Herz begehrt“. Die Großmeisterin des romantischen Komödienfachs brachte Frauenfüsterer Mel Gibson und Helen Hunt ebenso zusammen wie Diane Keaton mit Jack Nicholson. Auch diesmal geht’s um das, „Was Frauen wollen“, eigentlich lautet das Thema aber: Seitensprünge für Senioren. Und bei ihren beiden aktuellen Hauptakteuren Meryl Streep und Alec Baldwin ist obendrein der Ex im Spiel.
Als sich Jane (Streep) und ihr einstiger Ehemann Jake (Baldwin) ein Jahrzehnt nach der Trennung auf der College-Abschlussfeier ihres gemeinsamen Sohnes treffen, endet der Abend in einer heftigen Affäre. Jetzt ist sie „Die Andere“, denn der erfolgreiche Anwalt ist inzwischen mit der deutlich jüngeren Agness (Lake Bell) verheiratet.
Und als wäre das nicht kompliziert genug, gerät auch noch der geschiedene, überaus solide und liebenswerte Innenarchitekt Adam (Steve Martin) — der eigentlich engagiert war, um Janes Küche aufzumöbeln und nicht ihr Liebesleben — ins frisch entbrannte hormonelle Kreuzfeuer.
Es ist ein ungewöhnliches Beziehungsdreieck, in das uns die Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin bei „Wenn Liebe so einfach wäre“ (Universal Pictures) verwickelt. Das liegt einmal am lässigst zur Schau gestellten Spielwitz dieses wieder mal wunderbar agierenden Trios. Und weil es bei einer wie Meyers selbst dann schwärmerisch knistert, wenn sie über 115 Minuten heiter-reifer Romanze zwischen Scheidung und Neuanfang lange vergangene Gefühle wieder aufwärmt.
