Anca VulpeKraich­tal — Mit einem Vor­spiel in Wein­gar­ten ist schon man­che Welt­kar­riere gestar­tet. Seit über einem Jahr betreut Anca Vulpe mit ihrem Künst­ler­se­kre­ta­riat Artis Logistics von Men­zin­gen aus die deutsch­land­weit ein­zig­ar­ti­gen „Musik­tage jun­ger Künst­ler“.

„Ich sehe mich als Bot­schaf­te­rin zwi­schen den Künst­lern und der Öffent­lich­keit“, sagt die Geschäfts­füh­re­rin des zwi­schen Klas­sik und Jazz oszil­lie­ren­den Fes­ti­vals. Ursprüng­lich stammt Vulpe aus dem West­fä­li­schen; stu­dierte an der Hoch­schule für Musik in Det­mold Vio­line sowie Instru­men­tale Musik­päd­ago­gik und run­dete ihre Aus­bil­dung mit dem Auf­bau­stu­di­en­gang Musikvermittlung/​Konzertpädagogik ab.

„Es macht mir große Freude, Künst­ler bis zu ihrem Auf­tritt zu betreuen“, erzählt sie. Neben Ver­an­stal­tungs– und ensem­b­lein­ter­ner Logis­tik, Mar­ke­ting sowie Pres­se­ar­beit steht die Dra­ma­tur­gie auf ihrem Leis­tungsport­fo­lio. Wich­tige Impulse dafür bekam Vulpe durch eine Hos­pi­tanz am Badi­schen Staats­thea­ter Karls­ruhe im Bereich Musik­thea­ter. Zuvor hatte sie bereits von 2005 an im Det­mol­der Kam­mer­or­ches­ter die Lei­tung des Künst­le­ri­schen Betriebs­bü­ros inne, war per­sön­li­che Refe­ren­tin des Künst­le­ri­schen Leiters.

„Auf der Durch­reise zu den ganz gro­ßen Podien“

Als der berühmte Trom­pe­ter und gebür­tige Wein­gart­ner Rein­hold Fried­rich — Grün­der der „Musik­tage“ und seit 2009 zusam­men mit Sebas­tian Tewin­kel auch wie­der ihr künst­le­ri­scher Lei­ter — anfragt, ist für Anca Vulpe klar, dass sie ihr 2008 gegrün­de­tes Künst­ler­se­kre­ta­riat in den Dienst des Fes­ti­vals stellt. „Hier kön­nen sich junge Künst­ler auf der Durch­reise zu den ganz gro­ßen Podien pro­fi­lie­ren“, sagt sie. Nicht wenige waren kurz nach ihrem Auf­tritt bei den „Wein­gart­ner Musik­ta­gen“ in den nam­haf­ten Kon­zert­sä­len der Metro­po­len zu hören: etwa Mar­kus Stock­hau­sen (Trom­pete), Chris­tian Lind­berg (Posaune), Chris­tine Schä­fer (Sopran) oder Tabea Zim­mer­mann (Viola). Aber auch für die heute auf den Welt­büh­nen gas­tie­ren­den Ensem­bles Ger­man Brass oder das Fauré Quar­tett begann alles mit einem Auf­tritt im Badischen.

„Ich möchte das Fes­ti­val über­re­gio­nal fes­ti­gen“, for­mu­liert Vulpe ihr obers­tes Ziel. Seit dem Jubi­lä­ums­jahr 2010 beschränkt man sich des­halb nicht mehr auf den Herbst, son­dern prä­sen­tiert im Rah­men von Son­der­kon­zer­ten bereits vor den 25. „Wein­gart­ner Musik­ta­gen“, die vom 19. Sep­tem­ber bis 10. Okto­ber statt­fin­den, wei­tere junge Künst­ler, deren Weg sich abzeich­net — selbst an solch unge­wöhn­li­chen Orten wie einem Auto­haus oder einem Fabrikgebäude.

„Die Exklu­si­vi­tät geht von den Künst­lern aus“

„Es geht mir ums Ver­mit­teln von hoch­wer­ti­ger Kunst und Kon­zer­ten. Dafür soll Artis Logistics Güte­sie­gel sein“, sagt Vulpe. Ein Blick auf ihre Refe­ren­zen unter­streicht die­sen Anspruch: Zu den Auf­trag­ge­bern gehört unter ande­rem das Kan­to­rat der Karls­ru­her Chris­tus­kir­che, die mit der Ein­wei­hung der 1,5 Mil­lio­nen Euro teu­ren Klais-​​Orgel den größ­ten Neu­bau in Baden seit 100 Jah­ren vor­wei­sen kann; sie ver­tritt den Münch­ner Phil­har­mo­ni­ker und Solo­flö­tis­ten Michael Mar­tin Kof­ler und küm­mert sich von der Geschäfts­füh­rung bis zur Kon­zer­tak­quise in uni­ver­sel­ler Funk­tion um das Kam­mer­or­ches­ter Came­rata Baden. Die beson­dere Betreu­ung bedingt Beschrän­kung; doch Hoch­kul­tur ist ihr eige­nes Regu­la­tiv, das weiß Anca Vulpe: „Die Exklu­si­vi­tät geht von den Künst­lern aus.“