Faltsch Wagoni – "Wort & Wild. Artgerechte Unterhaltung"Die­sem Duo ist aber auch gar nix zu blöde. Haupt­sa­che es steckt Sinn hin­ter. In ihrem aktu­el­len Büh­nen­pro­gramm beschäf­tigt sich das Münch­ner Musik­ka­ba­ret­tis­ten­paar Sil­vana und Tho­mas Pros­peri mit der Evo­lu­tion, „die doch von die­sem Dar­win abstammt“. Ist der mensch­li­che Pri­mat nun Mus­ter­ob­jekt (weil „Desi­gned By Gott“) oder Mas­sen­pro­dukt (à la Ikeas Billy-​​Regal)?

Diese und andere Aspekte zwi­schen „Das Tier in mir“ und „Sur­vi­val Of The Fet­test“ dis­ku­tie­ren Frau Kol­le­gin und Herr Kol­lege in „Wort & Wild“ (Hör­kunst bei Kunst­mann) mit­tels poin­tier­ter Sprach­a­kro­ba­tik über dop­pel­tem Boden.

Ohne Beiß­hem­mung besin­gen Faltsch Wagoni zwi­schen ihren Dada-​​Dialogen auf Trommel-​​, Gitar­ren– und Sphä­ren­klän­gen die „Gene von Irene“, den „Tar­zan von Mar­zahn“ und das „Hei­ter schei­tern“, sie las­sen den „Blauen Pla­ne­ten“ durchs All tor­keln und appel­lie­ren an eine Gesell­schaft, die sich auch mal mit „Mehr Weni­ger“ abfin­det. Aber bit­te­schön nicht ohne art­ge­rechte Unterhaltung.